Rödinghausen kämpft – befreiungsschlag bleibt aus, aber der trend stimmt!

Rödinghausen – Die Hoffnung auf einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Regionalliga West gegen Velbert ist verpufft. Doch während der Sieg ausblieb, untermauerten die Ostwestfalen einmal mehr ihre eindrucksvolle Entwicklung. Ein Remis, das zwar nicht optimal, aber dennoch Hoffnung macht.

Die faktenlage: zwei punkte vorsprung, aber ein verpasstes chancenpaket

Der SV Rödinghausen mag sich nicht mit einem komfortablen Polster von vier Punkten vor der Gefahrenzone in die letzten sechs Spiele der Saison stürzen können. Nach dem 1:1 gegen die SSVg Velbert sind es lediglich noch zwei. Trainer Lars Fleischer wirkte nach dem Spiel sichtlich enttäuscht: „Das ist ein bitteres Ergebnis für uns. Bis zum 1:1 war es ein gutes Spiel.“ Doch die Hausherren ließen vor allem in der ersten Halbzeit zahlreiche Chancen ungenutzt. Namen wie Simon Breuer und Torschütze Tim Corsten fallen hierbei ein.

Fleischer analysierte: „Wir wollten im zweiten Durchgang genauso druckvoll weitermachen, was uns zunächst auch gelang. Doch drei weitere gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen, verpufften.“ Die Velberger schlugen dann aus einer vermeintlich harmlosen Flanke zu und stellten das Spiel auf den Kopf. „Danach haben wir zu lange gebraucht, um wieder zu unserem Spiel zu finden“, so der Coach.

Wuppertal ist nebensache – der fokus liegt auf der eigenen leistung

Wuppertal ist nebensache – der fokus liegt auf der eigenen leistung

Der Tatsache, dass Rödinghausen sich durch das Unentschieden zudem einen weiteren Zähler gegenüber dem Wuppertaler SV (0:2 gegen Bocholt) absetzen konnte, räumte Fleischer nur eine untergeordnete Rolle ein. „Wir wollten unser Heimspiel mit aller Macht gewinnen.“ Vielmehr zeigten die letzten fünf Spiele des SVR eine beeindruckende Entwicklung. Nur die Partie bei den Sportfreunden Lotte ging mit 0:3 verloren – bei lediglich fünf Gegentoren insgesamt. Das spricht Bände.

Die neue Defensivstrategie, die bereits Ende Februar gegen Rot-Weiß Oberhausen angestoßen wurde, trägt Früchte. „Dass wir dem Gegner weniger Möglichkeiten anbieten als zuvor, ist unverkennbar“, betonte Fleischer. Der Ausrutscher gegen Lotte scheint somit eine Ausnahme gewesen zu sein.

Der blick nach bocholt: stabilität und offensive müssen sich finden

Der blick nach bocholt: stabilität und offensive müssen sich finden

Am Samstag geht es für Rödinghausen auswärts beim 1. FC Bocholt weiter. Fleischer sieht hier die Chance, die positiven Impulse aus dem Spiel gegen Velbert zu verfestigen. „Wir müssen die positiven Dinge mitnehmen. Gegen Velbert haben wir unser Spiel durch das Zentrum besser aufgebaut.“ Entscheidend wird nun sein, den richtigen Mix zu finden: defensive Stabilität und genügend Offensivkraft. „Die Jungs machen es Woche für Woche besser. Ich bin davon überzeugt, dass unser Weg der richtige ist. Wir müssen einfach dranbleiben.“ Mit Maximilian Hippe kehrt nach seiner Gelbsperre ein wichtiger Innenverteidiger ins Team zurück. Zudem könnte Marco Hober, nach seiner langen Knöchelverletzung erstmals wieder im Kader, ebenfalls zum Einsatz kommen.

Die Tabelle mag aktuell noch keine absolute Entspannung signalisieren, doch der Trend ist unverkennbar: Der SV Rödinghausen hat sich stabilisiert und findet langsam, aber sicher, in die richtige Richtung. Und das ist mehr wert als jeder einzelne Befreiungsschlag.