Rodeln: taubitz und fräbel auf kurs für deutschen doppelsieg

Spannung bei den olympischen spielen in cortina

Die deutschen Rennrodlerinnen haben bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo eindrucksvoll bewiesen, dass sie zu den Favoritinnen gehören. Nach dem Sieg von Max Langenhan im Einsitzer-Wettbewerb deutet nun auch im Damen-Doppelsitzer alles auf eine deutsche Medaille hin. Die Weltmeisterin Julia Taubitz führt nach zwei Läufen, doch die junge Merle Fräbel liegt mit nur 61 Tausendstelsekunden Rückstand auf dem zweiten Platz und macht den möglichen Doppelsieg perfekt.

Taubitz führt, fräbel überrascht

Julia Taubitz zeigte Nervenstärke und setzte sich knapp an die Spitze des Feldes. Ihre Leistung war beeindruckend, doch Merle Fräbel sorgte mit einer starken Leistung für eine Überraschung. Im ersten Lauf stellte sie sogar einen neuen Bahnrekord im Cortina Sliding Centre auf. Ein kleiner Fehler im zweiten Lauf verhinderte jedoch die Führung. Dennoch bleibt sie eine ernstzunehmende Konkurrentin für Taubitz.

Berreiter mit chancen auf bronze

Auch Anna Berreiter, die Silbermedaillengewinnerin von Peking, hat noch Chancen auf eine Medaille. Mit einem Rückstand von 0,867 Sekunden auf Taubitz liegt sie zwar noch etwas zurück, aber die Differenz zu der drittplatzierten Lettin Elina Bota beträgt weniger als vier Zehntelsekunden. Die Konkurrenz ist eng, und alles ist noch offen.

Entscheidung am dienstag

Am Dienstag fallen die endgültigen Entscheidungen, denn es stehen noch zwei weitere Läufe an (17:00 Uhr und 18:41 Uhr).Julia Taubitz will in Norditalien ihr persönliches Trauma überwinden, nachdem sie vor vier Jahren in Peking im zweiten Lauf gestürzt war und lediglich den siebten Platz belegte. Sie ist motiviert, eine erfolgreiche Teilnahme hinzulegen.

Nachfolge von geisenberger gesucht

Die deutschen Rodlerinnen suchen eine Nachfolgerin für die zurückgetretene Natalie Geisenberger, die mit fünf Goldmedaillen (Einzel) und sechs Goldmedaillen (Teamstaffel) die erfolgreichste deutsche Winter-Olympionikin war. Der Druck ist hoch, doch die jungen Athletinnen zeigen, dass sie bereit sind, in ihre Fußstapfen zu treten.

Weltcup-formen und unerwartete patzer

Im Weltcup hatte sich aufgrund der großen Leistungsdichte keine klare Favoritin herauskristallisiert. Viele Konkurrentinnen machten am Montag Fehler, darunter auch die Weltcupführende Lisa Schulte aus Österreich, die nur den sechsten Platz belegte. Die Olympischen Spiele sind ein eigenes Kapitel, und die Nerven spielen oft eine entscheidende Rolle.

Langenhan kritisiert olympia-broadcaster

Neben den sportlichen Leistungen gab es auch Kritik von Max Langenhan am Olympia-Broadcaster, was zeigt, dass auch abseits der Piste nicht alles reibungslos verläuft. Er äußerte sich enttäuscht über die Berichterstattung und bezeichnete sie als “bisschen traurig”.