Roddick setzt zverev in schutz: "behandelt wie dreck"
Die Kritik an Alexander Zverev reißt an – und findet einen prominenten Fürsprecher: Andy Roddick. Der ehemalige US-Open-Champion äußerte sich in seinem Podcast „Served“ empört über die vermeintliche Geringschätzung, mit der der deutsche Tennisstar behandelt werde, trotz seiner beeindruckenden Karriere.

Die bilanz spricht für sich: zverevs leistungen werden ignoriert
„Es ist schon erstaunlich, wie einige Leute ihn in Podcasts herabwürdigen, als wäre er kein Top-Spieler“, wetterte Roddick. Er verwies auf Zverevs 24 Einzeltitel und seine konstante Präsenz bei den ATP Finals in den letzten neun Jahren, abgesehen von Verletzungen. „Achtmal bei den Finals dabei und sogar zweimal gewonnen – das ist keine Laufkundschaft!“
Roddick betonte, dass die Schatten der beiden Weltklasse-Spieler Sinner und Alcaraz dazu führten, dass andere Top-Athleten wie Zverev unfair beurteilt würden. „Es ist beleidigend gegenüber jedem Tennisspieler auf der Welt, wenn man ihn so abtut, nur weil Carlos und Jannik so dominant sind.“
Die Aussage des Amerikaners ist unmissverständlich: Er kennt Zverev nicht persönlich, aber seine Leistungen sprechen für sich. Roddick sieht Zverev seit Jahren als die klare Nummer Drei im Herren-Tennis, hinter Sinner und Alcaraz. „Wer behauptet, er sei nicht gut genug, der hat den Sport offenbar nicht verstanden.“ Der ehemalige Weltranglistenerste scheint sich zu fragen, wann es in der Sportwelt zur Norm geworden ist, talentierte Sportler derart abzuwerten, anstatt ihre Erfolge anzuerkennen.
Die Debatte um Alexander Zverevs Standing im Tennis wird dadurch neu entfacht. Bleibt zu hoffen, dass Roddicks deutliche Worte Anstoß geben und eine ehrlichere Bewertung der Leistungen des Deutschen in Gang setzen.
