Reusser triumphiert: schweizerin dominiert bei dwars door vlaanderen!

Waregem – Ein furioses Finale entschied die 14. Auflage von Dwars door Vlaanderen: Marlen Reusser aus der Schweiz stürmte im Zielsprint der letzten drei Fraueninnen zum Sieg. Die Weltmeisterin im Einzelzeitfahren demonstrierte taktisches Geschick und eine beeindruckende Endgeschwindigkeit, um Demi Vollering und Lieke Nooijen zu übertrumpfen.

Die taktische schachpartie im belgischen frühling

Die taktische schachpartie im belgischen frühling

Das Rennen über 128,8 Kilometer war geprägt von einer frühen Attacke eines Septetts, in dem auch Fahrerinnen des Laboral Kutxa-Fundación Euskadi vertreten waren. Doch das Peloton ließ die Ausreißer nicht davonschießen und holte die Gruppe kurz vor dem Eikenberg wieder ein. Es folgte ein intensives Ringen um die Positionen, bei dem sich 22 Fahrerinnen von der Konkurrenz absetzen konnten – die klaren Favoritinnen für den Sieg.

Dann kam Reussers Moment. Mit einem gezielten Angriff 24 Kilometer vor dem Ziel schoss die Schweizerin weg, Vollering erkannte die Chance und setzte nach. Das Duo baute den Vorsprung kontinuierlich aus, während die Verfolger im Hinterblick zögerten und sich nicht einig waren. Ein entscheidender Fehler, der Reusser und Vollering die Möglichkeit gab, um das Rennen in den eigenen Händen zu halten.

Die Spannung im Finale erreichte ihren Höhepunkt, als Lieke Nooijen sich im letzten Kilometer noch ins Treffen verbuchte und eine überraschende Herausforderung präsentierte. Doch Reusser behielt die Nerven und sicherte sich den Sieg mit einer knappen Sekunde Vorsprung auf Vollering und zwei Sekunden auf Nooijen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug beachtliche 40,8 km/h.

Für das Movistar-Team ist es der zweite World-Tour-Sieg der Saison, nachdem Carys Lloyd bereits in der Volta a Brugge erfolgreich war. Reusser löst damit Elisa Longo Borghini im Siegerinnenpalmarès ab und demonstriert eindrucksvoll ihre Klasse als eine der besten Fahrerinnen der Welt.

Die Niederländerinnen Demi Vollering und Lieke Nooijen zeigten ebenfalls eine starke Leistung, mussten sich aber Reussers brillanter Vorstellung geschlagen geben. Die Entscheidung fiel letztendlich im Zielsprint, wo Reusser die Oberhand behielt und das Rennen würdig krönte. Eine taktische Meisterleistung, die den Sieg für Movistar besiegelte und die Fans begeisterte.