Rendall packt koffer: valencia-auszeit endet mit häufung von verletzungen

Thierry Rendall Correia, der portugiesische Linksverteidiger von Valencia CF, steht vor seinem Abschied. Nach einer turbulenten Zeit in der spanischen Hauptstadt hat der 26-Jährige in einem Interview mit Flashscore seine Enttäuschung über die verpassten Chancen und die physischen Strapazen deutlich gemacht. Ein Kapitel geht zu Ende – und es scheint, als ob beide Seiten froh sind, wenn es so weit ist.

Die schatten seiner verletzungen

Rendalls Zeit in Valencia war von einer Reihe von Verletzungen geprägt, die seine Entwicklung behinderten und ihn in ein schlechtes Licht rückten. Zunächst wurde er nach einigen anfänglichen Fehlern als „Schwächling“ abgestempelt, eine Behauptung, die ihn psychisch belastete. „Nach meiner ersten Verletzung wurde ich als Glasmann abgestempelt. Das hat mich natürlich psychisch beeinflusst“, so Rendall.

Das Unglück gipfelte in einem Kreuzbandriss, der seine letzte Saison maßgeblich beeinträchtigte. „Es war eine sehr schwierige Saison. Ich bin nach einer langen Verletzung zurückgekommen, ohne Vorbereitung, und musste direkt im Wettkampfmodus spielen“, erklärte er und fügte hinzu, dass neue Muskelprobleme ihn zusätzlich bremsten. Die körperliche Verfassung ließ ihm demnach nie ein Gefühl von Stabilität.

Ein verein im umbruch, ein spieler im zwielicht

Ein verein im umbruch, ein spieler im zwielicht

Rendall räumte ein, dass die schwierige Situation auch auf die Instabilität innerhalb des Vereins zurückzuführen sei. Valencia CF befindet sich seit Jahren in einem ständigen Umbruch, mit häufigen Trainerwechseln und personellen Veränderungen. „Valencia ist ein großer Verein in Spanien, aber es geht gerade eine schwierige Zeit durch den Verein, immer wieder neue Gesichter und Trainer. Es ist nicht einfach, da eine gewisse Kontinuität zu entwickeln.“

Trotz aller Widrigkeiten betonte der Portugiese stets sein Engagement und seinen Willen, sein Bestes zu geben. Er suchte sogar außerhalb Valencias nach zusätzlicher Behandlung, um trotz seiner Verletzungen auf dem Platz stehen zu können. „Ich habe alles daran gesetzt, um fit zu sein und diesen Abschnitt bei Valencia positiv abzuschließen.“

Bordalás als lichtblick, die zukunft ungewiss

Bordalás als lichtblick, die zukunft ungewiss

Ein Lichtblick in der ansonsten schwierigen Zeit war die Zusammenarbeit mit dem damaligen Trainer José Bordalás. Rendall schwärmte von dieser Phase: „Meine beste Zeit war unter Bordalás und später mit Gattuso, da habe ich mich sehr wohl und von den Fans geliebt gefühlt.“ Unter Bordalás erreichte er seine höchste Leistungsfähigkeit und erlebte eine Phase voller Vertrauen und Anerkennung.

Aktuell gibt es keine Gespräche über eine Vertragsverlängerung. „Es gibt nichts entschiedenes. Der Verein hat mit mir nicht gesprochen, und ich habe auch nicht mit dem Verein gesprochen“, bestätigte Rendall. Seine Zukunft liegt offenbar woanders. „Ich glaube, mein Kreislauf in Valencia ist zu Ende.“

Obwohl er sich eine Fortsetzung seiner Karriere in Spanien vorstellen kann, hält er sich alle Optionen offen. „Ich würde gerne in Spanien bleiben, aber die Zukunft ist offen. Ich werde mich mit meinem Berater treffen und die beste Lösung finden.“

Rendall verlässt Valencia mit einem Gefühl der Erleichterung. Die Häufung von Verletzungen und die ständige Unsicherheit haben ihm zu schaffen gemacht. Seine Zeit in der spanischen Hauptstadt mag nicht seinen Erwartungen entsprochen haben, aber sie hat ihn zweifellos als Spieler weiterentwickelt. Die Frage ist nun: Wo wird er seine neue Herausforderung suchen und endlich sein volles Potenzial entfalten?