Rekordprämie winkt: dfb erhöht anreiz für wm-titel 2026
Düsseldorf – Die deutschen Fußballstars können bei der Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika eine Rekordprämie erwarten. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erhöht den finanziellen Anreiz im Vergleich zu früheren Turnieren, wie DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig am Dienstagabend in Düsseldorf verriet. Die Aussicht auf einen deutlich höheren Bonuszahlung dürfte die Motivation des Teams zusätzlich beflügeln.
Die katar-pleite und ihre folgen
Nach dem desolaten Aus in der Gruppenphase der WM 2018 in Russland und dem erneuten Vorrunden-K.O. in Katar vor drei Jahren, bei dem jeder Spieler 400.000 Euro Prämie erhalten hätte, wird die finanzielle Belohnung für einen Erfolg in den USA, Mexiko und Kanada deutlich höher ausfallen. Rettig wollte zwar keine konkreten Zahlen nennen, betonte aber, dass „deutlich mehr reinkommt“ und die Mannschaft „einen Schnaps mehr“ feiern könnte, sollte der fünfte Stern gewonnen werden.

Leistungsbereitschaft statt gehaltsverhandlungen
Interessanterweise scheint die Prämiefrage bei Kapitän Joshua Kimmich und seinen Mitspielern derzeit eine untergeordnete Rolle zu spielen. „Da gibt es keine harten Verhandlungen“, so Rettig. Stattdessen herrsche „die totale Leistungsbereitschaft“ vor. Die Mannschaft scheint so überzeugt von ihren Fähigkeiten, dass ein frühzeitiges Ausscheiden kaum finanzielle Konsequenzen hätte. Vielmehr treibt den Spielern der Wunsch nach dem Titel selbst an.

Komplexe details und steuerliche hürden
Die Auszahlung der Preisgelder ist jedoch mit einigen Hürden verbunden. Da die Summen in Dollar ausgeschüttet werden, muss sichergestellt werden, dass weder der DFB noch die Spieler durch Wechselkursschwankungen benachteiligt werden. Auch die steuerlichen Aspekte spielen eine große Rolle, insbesondere angesichts der hohen Steuersätze in Deutschland. Hinzu kommen die immensen Kosten, die mit der Austragung der WM in den drei Gastnationsstaaten verbunden sind. Rettig betonte, dass die meisten Teams, die nicht ins Halbfinale einziehen, bei der WM 2026 ein „Verlustgeschäft“ haben werden.

Dfb behält sich flexibilität vor
Der DFB verfolgt daher einen pragmatischen Ansatz: „Wir verständigen uns auf die grobe Linie – und dann schauen wir, was rumgekommen ist.“ Die Botschaft an die Mannschaft ist klar: „Spielt Fußball und guckt, dass ihr den Titel oder Erfolge holt – und dann werden wir euch nichts vom Gehalt abziehen.“ Die Spieler sollen sich voll und ganz auf ihre Leistung konzentrieren, während der DFB im Hintergrund die finanziellen Details regelt. Die Jagd nach dem fünften Stern und einer historischen Prämie ist offiziell eröffnet.
