Red bull in der krise: chassis-desaster droht dem wm-titel!
Die Zeichen stehen schlecht für Red Bull. Nach einem verkrampften Saisonstart deutet alles darauf hin, dass der Weltmeistertitel in weiter Ferne liegt. Nicht nur die Ergebnisse stimmen nicht, sondern auch die interne Lage scheint aus den Fugen geraten zu sein. Ein Blick hinter die Kulissen offenbart ein düsteres Bild.
Das chassis als achillesferse
Während der Motor, der nun von Ford bezogen wird, zumindest zuverlässig läuft, ist es das Chassis des RB22, das die Fahrer Max Verstappen und Isack Hadjar zur Verzweiflung treibt. „Wir haben eine gute Einheit, der Motor ist gut. Das Problem ist, dass das Chassis schrecklich ist“, klagt Hadjar offen. Diese Einschätzung teilen die Experten: Experten schätzen, dass das Chassis allein bereits acht Zehntelsekunden pro Runde kostet, der Motor weitere zwei. Eine erschreckende Bilanz.
Die Ursache des Problems liegt offenbar in der komplexen neuen Aerodynamik-Regulierung. Red Bull scheint sich schwer zu tun, die Balance zwischen Gewicht, Leistung und Stabilität zu finden. Das Übermaß an Kilo – Red Bull soll rund zehn Kilo über dem erlaubten Limit liegen – verschärft die Situation zusätzlich. Eine vollständige Lösung ist erst 2027 mit dem neuen Chassis zu erwarten – eine Ewigkeit im Formel-1-Sport.

Miami als letzte rettungsanker?
Für den Großen Preis von Miami plant Red Bull ein umfangreiches Update-Paket, mit dem das Auto „auf Diät“ gesetzt werden soll. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um das Team ins Podium zu katapultieren, bleibt abzuwarten. McLaren und Ferrari scheinen mit ihren Entwicklungen ebenfalls einen Schritt nach vorne zu machen und könnten in Miami die Nase vorn haben. Der Circuit of the Americas, bekannt für seine technischen Herausforderungen, wird für Red Bull zum Prüfstand.
Doch das größte Problem könnte ein ganz anderes sein: Der interne Druck auf Pierre Waché, den Red Bull-Ingenieur, steigt ins Unermessliche. Verstappen und Hadjar haben öffentlich Zweifel an seiner Arbeit geäußert, und Gerüchte über einen Abschied des Chefdesigners Craig Skinner machen die Runde. Die Stimmung im Team ist angespannt, und der drohende Verlust des vierten Platzes in der Konstrukteurswertung – Alpine und Haas sind auf dem Vormarsch – könnte der Sargnagel für Wachés Karriere sein.
Und dann ist da noch Racing Bulls, das „kleine Schwesterteam“, das Red Bull zunehmend den Rang abläuft. Lindblad, der junge Fahrer, hat bereits Verstappen in der Qualifikation geschlagen und zeigt im Rennen ein beeindruckendes Tempo. Die Konkurrenz schläft nicht, und Red Bull muss sich beeilen, wenn das Team seine Position im Formel-1-Zirkus nicht weiter gefährdet sieht.
Die nächsten Wochen werden entscheidend sein. Kann Red Bull die technischen Probleme in den Griff bekommen und die interne Geschlossenheit wiederherstellen? Oder droht dem einst so dominanten Team der Absturz in die Bedeutungslosigkeit?
Die Antwort wird Miami liefern. Aber eines ist sicher: Die Formel 1 hat selten ein Team in so einer schwierigen Lage gesehen.
