Real valladolid: der spielboss gegen deportivo – wer geht als sieger vom tisch?

Valladolid hat sich in der LaLiga Hypermotion bereits die Lizenz zum Verweilen gesichert, doch plötzlich spielt der Verein eine ungewöhnliche Rolle: die des Spielbosses. Anstatt selbst um den Aufstieg zu kämpfen, hält der Verein nun die Fäden in der Hand und bestimmt, wer von den aufsteigebockenden Konkurrenten die besten Karten bekommt. Das jüngste Spiel gegen Santander verdeutlichte diese Positionierung, auch wenn die Cantabrer mit einem frühen Treffer durch Villalibre für Furore sorgten.

Die karten sind neu gemischt: valladolid als schiedsrichter

Jaouab gelang zwar per Kopfball nach einer Ecke der Ausgleich, doch nach der Pause übernahm das Racing das Kommando. Ein Elfmeter und die Rote Karte für Carlos Clerc innerhalb kürzester Zeit besiegelten das Schicksal der Gastgeber. Es braucht ein gewisses Maß an Erfahrung und Kalkül, um in dieser Rolle zu agieren – eine Kunst, die man nicht von heute auf morgen lernt. Denn wer als Spielboss agiert, muss die Ambitionen seiner Gegner einschätzen und entsprechend reagieren.

Das Racing kam von Beginn an mit der Entschlossenheit eines Teams, das seinen Aufstiegskampf selbst in die Hand nehmen will. Der Ausgleich von Valladolid konnte ihre Strategie nicht aus der Bahn werfen, denn sie spielten auf ihrem eigenen „Casino“, wie es im übertragenen Sinne zu verstehen ist. Der nächste „Kunde“ des vallisoletanischen Teams ist Deportivo, das seine Chance auf den Aufstieg in einem fremden Umfeld nutzen will. Die Ausgangslage ist klar: Valladolid will es ihnen nicht leicht machen.

Dépor am rande des aufstiegs – valladolid stellt das kontingent

Dépor am rande des aufstiegs – valladolid stellt das kontingent

Unter der Leitung von Fran Escribá hat sich der Real Valladolid stabilisiert und zeigt eine klare Spielweise. Das José Zorrilla könnte daher ein schwierigeres Pflaster für Deportivo werden. Ein Sieg würde Deportivo den direkten Aufstieg in die erste Liga sichern, unabhängig von den Ergebnissen von Almería und Málaga. Ein Unentschieden reicht ebenfalls aus, sofern die Konkurrenz patzt oder punktet. Selbst eine Niederlage wäre für Deportivo nicht das Ende, falls auch die anderen Spiele negativ für die Aufstiegskandidaten ausgehen. Die Chancen stehen also gut für die Galicier, doch Valladolid wird sich nicht kampflos geschlagen geben.

Für Valladolid ist dies das letzte Heimspiel der Saison, bei dem die Fans trotz der enttäuschenden Leistungen der Mannschaft einen letzten Glanzmoment erleben möchten. Escribá könnte jungen Talenten aus dem Nachwuchsspielbetrieb eine Chance geben, wie er es bereits gegen Santander getan hat. Carvajal, der nach nur 85 Sekunden auf dem Platz bereits sein erstes Tor erzielte, sowie Maroto und Galde, die in den Schlussminuten debütierten, könnten erneut zum Einsatz kommen. Die Frage ist, ob der „Crupier“ der Haupttischrunde weitere junge Spieler rekrutiert oder auf erfahrene Kräfte setzt, um den Dépor zu bezwingen.