Real trennt sich von arbeloa – mourinho steht schon am band
Einen halben Tag nach dem Champions-League-Sieg des Castilla hat Real Madrid die nächste Bombe platzen lassen: Álvaro Arbeloa ist mit sofortiger Wirkung raus. Sein Stuhl ist noch warm, da sitzt schon José Mourinho im Flieger nach Barajas.
Eine ära endet nach fünf monaten
Die Meldung kam kurz nach 20 Uhr, kaum dass die Lichter im Alfredo-Di-Stéfano-Stadion erloschen waren. „Real Madrid ist Álvaro Arbeloa sehr dankbar“, heißt es in der knappen Mitteilung, aber die Wortwahl spricht Bände: Loyalität, Engagement und Professionalität werden gepriesen, nicht aber sportlicher Erfolg. Der ehemalige Außenverteidiger hatte im Januar das Zepter von Xabi Alonso übernommen, Castilla aus der Abstiegszone geführt, doch die sportliche Leitung erwartete mehr als Tabellenplatz zwölf.
Arbeloa selbst soll die Trennung kommentarlos hingenommen haben. Teamkollegen berichten, dass er sich bereits am Montagabend von seinen Spielern verabschiedet hat – noch bevor das offizielle Communiqué verschickt wurde.

Mourinho kehrt nach dreizehn jahren zurück
Während die Fans noch „Ar-beloa, Ar-be-loa!“ skandierten, landete eine Maschine aus Rom. José Mourinho, der zwischen 2010 und 2013 das große Team regierte, soll bereits am Mittwochmorgen das Trainingszentrum Valdebebas betreten. Die Verhandlungen liefen offenbar seit Wochen, nur die finale Unterschrift fehlte noch. Mourinho bringt seinen eigenen Stab mit: Fitnesscoach Rui Faria und Analyst Salvador Agra sollen die U23 wieder in die oberen Tabellenregionen schießen.
Ein Detail verrät die Eile: Die erste Einheit der Vorbereitung auf die neue Saison ist für Donnerstag 9 Uhr angesetzt. Eigentlich hätte Arbeloa leiten sollen.
Die Königlichen riskieren damit ein Wiedersehen mit den Dämonen der Vergangenheit. Mourinho gilt als Erfolgstrainer, aber auch als Brandstifter. Die Frage bleibt: Passt der Contenidos-Kracher zum neuen Kader mit Endrick, Tchouaméni und Davies? Oder droht erneut ein Kräftemessen mit der sportlichen Leitung?
Arbeloa hat sich für eine Auszeit entschieden. „Ich werde ein paar Monate abschalten, dann wieder zurückkommen“, sagte er kurz vor Mitternacht am Airport. Mourinho dagegen darf sofort loslegen – und die Uhr tickt laut.
