Real madrid triumphiert: überraschungssieg in der liga u!

Ein Schock für den Favoriten: Der Real Madrid hat in der Final Four der Liga U, der neuen U22-Liga von ACB und FEB, den haushohen Favoriten Barcelona mit 86:82 besiegt und damit völlig überraschend den Titel geholt. Die Partie in Burgos endete in einem nervenaufreibenden Krimi, der die Überlegenheit der Katalanen aus der regulären Saison vergessen ließ.

Barcelonas arroganz wird bestraft

Barcelonas arroganz wird bestraft

Barcelona hatte die Liga Phase mit einer nahezu perfekten Bilanz von 12:2 dominiert und schien als sicherer Sieger in die Final Four zu marschieren. Doch das Team von Trainer Javi Juárez zeigte eine beeindruckende Leistung und bewies, dass man sich nicht auf vermeintliche Favoritenrollen verlassen darf. Der Ausfall von Izan Almansa, der noch am Vormittag in der Liga ACB im Einsatz war, hätte eigentlich ein deutliches Zeichen gesetzt, doch die Madrilenen zeigten Moral und Cleverness.

Entscheidend für den Sieg war die herausragende Leistung des jungen lettischen Flügelspielers Gunars Grinvalds (2,01 Meter, 18 Jahre), der mit 13 Punkten, 12 Rebounds und 22 Wertungspunkten glänzte. Daneben wusste vor allem Hugo Alonso (1,85 Meter, 17 Jahre) als MVP der Final Four mit 16 Punkten zu überzeugen. Fabian Kayser (2,06 Meter, 17 Jahre) steuerte 14 Zähler bei, während auch Omer Kutluay (1,90 Meter, 17 Jahre) und Andrej Bjelic (1,96 Meter, 18 Jahre) mit jeweils 14 Punkten ihre Rolle im Team erfüllten. Das Zusammenspiel der jungen Spieler war der Schlüssel zum Erfolg.

Die Trefferquote von der Dreierlinie sprach ebenfalls eine deutliche Sprache: Während der Real Madrid beeindruckende 10 von 22 Würfen versenkte (45,5%), kam Barcelona lediglich auf ein miserable 7 von 27 (25,9%). Auch im direkten Vergleich der Rebounds hatte Barcelona zwar leicht die Oberhand (41:35), doch die defensive Arbeit des Real Madrid war schlichtweg effektiver.

Barcelona stützte sich vor allem auf die immensen Körpermaße ihrer Center. Mohamed Keita (2,02 Meter, 17 Jahre) und Mohamed Dabone (2,10 Meter, 14 Jahre) erzielten jeweils 29 Wertungspunkte, wobei Dabone zusätzlich zwei Blocks beisteuerte. Jakob Siftar (1,96 Meter, 17 Jahre) und Nil Poza (1,90 Meter, 17 Jahre) komplettierten das starke Aufgebot der Katalanen. Doch selbst diese beeindruckenden Athleten konnten den Lauf des Real Madrid nicht aufhalten.

Es war ein Sieg der taktischen Finesse und der kämpferischen Bereitschaft, der die Überlegenheit der Jugend unter Beweis stellte. Die Zahlen lügen nicht: Nur 7 Turnover des Real Madrid gegen 13 der Blaugrana. Ein Unterschied, der sich in der Endabrechnung klar niederschrieb.

Der Triumph des Real Madrid ist ein deutliches Signal an die gesamte Liga: Talent und Teamgeist können auch vermeintlich übermächtige Gegner bezwingen. Die Zukunft des spanischen Basketballs gehört den jungen Wilden – und heute gehört der Titel den Madrilenen.