Real madrid: riesige enttäuschung in der verteidigung – droht die blamage?
Madrid steht vor einer
bitteren Erkenntnis: Die ambitionierte Sommeroffensive für die Defensive ist grandios gescheitert. Mit neun Punkten Rückstand auf den FC Barcelona vor den letzten sieben Spieltagen rückt die Meisterschaft in unerreichbare Ferne – und die Verantwortlichen müssen sich ernste Fragen stellen.Der teure fehlkauf-zug
Nach dem Aus von Carlo Ancelotti war klar: Die Abwehr muss verstärkt werden. So kam es, dass der Real Madrid im Sommer satte 181 Millionen Euro in neue Verteidiger investierte. Allen voran der junge Holger Huijsen (62 Millionen vom Bournemouth), der in seiner Jugend bereits beeindruckte, gefolgt von Fabrizio Carreras (50 Millionen von Benfica) und Trent (fünf Millionen Ablöse, um ihn bereits für den Klub-Weltpokal zu binden, Liverpool forderte zehn Millionen). Als Krönung kam dann noch Mastantuono (63 Millionen von River Plate) nach Madrid – ein Spieler, der als echter Hoffnungsträger galt.
Doch die Realität sieht düster aus. Im entscheidenden Spiel gegen den FC Bayern saß lediglich Trent in der Startelf. Mastantuono durfte erst in der 89. Minute ein paar Minuten sammeln, Huijsen und Carreras blieben unberücksichtigt. Ein trauriger Spiegelbild einer insgesamt schwachen Saison.
Die jungen Talente, die mit großem Aufschrei geholt wurden – Huijsen, Carreras und Mastantuono – konnten sich nicht durchsetzen. Huijsen profitierte zwar kurzzeitig von den Ausfällen von Rüdiger und Militao, doch mit deren Rückkehr verlor er schnell wieder an Bedeutung und erntete sogar Pfiffe aus der Kurve. Carreras hatte ebenfalls seine Momente, doch Mendy, der kaum Einsatzzeit erhielt, überzeugte Trainer Arbeloa zuletzt mehr.
Trent, der nach Beginn bei Xabi Alonso als Stammspieler festzustehen schien, konnte seine Leistungen defensiv nicht immer bestätigen. Seine Stärken, der präzise Schuss und die schnellen Vorstöße, zeigten sich erst spät und kamen zu spät, um die Abwehr zu stabilisieren.

Mastantuonos abstieg
Besonders bitter ist der Fall von Mastantuono. Unter Xabi Alonso war er noch ein wichtiger Baustein im besten Madrid, obwohl er offensiv nicht immer glänzte. Doch mit der Zeit begann sein Abstieg. Nach dem Clásico und seinen Problemen mit dem Schambein verlor er seinen Stammplatz. Arbeloa konnte die Entwicklung nicht aufhalten, und sein Platzverweis in der jüngsten Niederlage gegen Getafe – unnötig und dumm – riss tiefe Furchen. Auf der rechten Seite findet er keinen Platz, und im Zentrum gibt es zu viel Konkurrenz.
Die Verantwortlichen betrachten diesen ersten Jahrgang offenbar als Lernprozess. Es bleibt abzuwarten, ob Mastantuono sich noch zurückkämpfen kann, andernfalls droht ein teurer Fehlkauf zu werden. Die Frage ist: Kann der Real Madrid aus dieser Fehlentscheidung lernen und die Defensive in Zukunft besser zusammenstellen?
