Real madrid: pérez schießt scharf gegen schiedsrichter-vergangenheit des fc barcelona!

Madrid – Der Titelkampf in La Liga gleicht einer Demütigung, die Copa del Rey endete mit einer Schmach, und auch in der Champions League musste sich der Real Madrid geschlagen geben. Nach einer Saison ohne Glanz und Gloria hat sich Präsident Florentino Pérez nun in der Sendung „La Sexta“ zu Wort gemeldet und die Schuld nicht etwa bei seinem eigenen Verein gesucht. Vielmehr warf er dem Erzrivalen barcelona eine zweifelhafte Vergangenheit vor, die er mit einem deutlichen Angebot zur Klageerhebung kommentierte.

Die wm als ursache des niedergangs?

Pérez führte den Fehlstart der Saison auf den überraschend frühen Gewinn der Klub-Weltmeisterschaft zurück. „Der Ursprung liegt im Klub-WM-Turnier“, klagte er. „Wir waren nicht in der Lage, die körperliche Fitness wiederherzustellen. Wir haben alle drei Tage gespielt und die körperliche Verfassung vernachlässigt.“ Eine Erklärung, die angesichts der desaströsen Leistung in der Liga und im Pokal wenig überzeugend wirkt. Die Verpflichtung von Xabi Alonso hatte zwar zunächst Hoffnung geweckt, doch nach dem fulminanten Start mit dem Sieg im Clasico gegen den FC Barcelona – damals war der Madrilenen noch sieben Punkte voran – stürzte das Team in einen Abgrund.

Die Entscheidung für Alonso: Kein Fehler? Trotz der enttäuschenden Entwicklung verteidigte Pérez seine Entscheidung, Alonso zu verpflichten. „Nein. Es gab das Problem mit der Klub-WM und der körperlichen Verfassung. Wir haben dann eine Änderung vorgenommen, es ging ein wenig besser, und dann sind wir wieder eingebrochen“, so der Präsident, der jegliche Verantwortung für den sportlichen Misserfolg von sich wies.

Er versuchte, die Saison herunterzuspielen und zog einen Vergleich, der bei den Fans für Diskussionen sorgen dürfte: „Wir haben letztes Jahr zwei Titel gewonnen. Ist das schon nicht mehr genug? Müssen wir die Champions League und die Liga gewinnen? Dann muss sich die Mehrheit der Vereine selbst auflösen.“

Mbappé in der kritik?

Mbappé in der kritik?

Auch die internen Konflikte und die Querelen zwischen den Spielern wurden angesprochen. „Wir wissen oder ahnen es. Das Ganze nach außen zu tragen, um Real Madrid zu zerstören… das muss im Umkleideraum bleiben“, mahnte Pérez und lenkte den Blick von den Problemen im eigenen Verein ab.

Über Mbappé, der in seiner zweiten Saison mit dem weißen Trikot die Torjägerkanone gewann, schränkte sich der Präsident ein: „Ich spreche nicht mit den Spielern des Trainers. Ich spreche nur mit ihren Familien. Ich spreche nicht mit Mbappé. Wir grüßen uns im Training. Mbappé ist im Moment der beste Spieler von Real Madrid. Er hat die Torjägerkanone gewonnen. Es gibt etwas, das wir verbessern müssen, aber ich werde mich da nicht einmischen. Ich glaube, er hat verstanden, was es bedeutet, für Real Madrid zu spielen. Er hat viele Tore geschossen.“

Neuzugänge und die mourinho-frage

Neuzugänge und die mourinho-frage

Für den Sommer kündigte Pérez bereits neue Spieler an, die die Tradition des Vereins fortsetzen sollen: „Es wird Neuzugänge geben. Wir haben immer aufregende Spieler verpflichtet. Figo, Zidane, Ronaldo, Beckham. Später kamen Cristiano, Kaká, Benzema… Ich bin zu Hause bei Benzema vorbeigegangen, um ihn hierherzuholen. Wenn ich einen guten sehe, dann hole ich ihn.“

Die Frage nach José Mourinho, dessen Name in den letzten Wochen immer wieder aufgetaucht ist, beantwortete Pérez ausweichend: „Das ist jetzt nicht relevant. Ich mag alle Trainer. Er war hier und hat die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert. Es heißt, ich spreche mit Mourinho. Ich habe aber nicht einmal mit ihm gesprochen, als er mit Benfica diese Saison hier war.“

Als ob das noch nicht reiche, entbrannte ein kurzer, aber heftiger Streit mit dem Verantwortlichen des FC Barcelona, Rafa Yuste, der sich über die Äußerungen Pérez' lustig machte und sie als