Real madrid: ein desaster in spanien – was ist nur los mit den galaktischen?

Madrid – Der Stolz Spaniens, der Rekordsieger der Champions League, scheint im freien Fall. Der FC Real Madrid präsentiert sich aktuell nicht als das dominante Kraftwerk, das wir gewohnt sind, sondern als ein chaotisches Haufen, der mehr an eine Amateurmannschaft als an einen Weltverein erinnert. Die jüngsten Auftritte sind schlichtweg peinlich und lassen Fans und Experten gleichermaßen fassungslos zurück.

Die kabine brodelt: machtkämpfe und interne streitereien

Die kabine brodelt: machtkämpfe und interne streitereien

Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Ausgeschieden in der Champions League gegen Bayern München, blamable Niederlage im Copa del Rey gegen Albacete und eine Demütigung in der Supercopa de Espana gegen den Erzrivalen Barcelona, der am Sonntag im Camp Nou die Meisterschaft feiern wird. Doch hinter den sportlichen Misserfolgen verbirgt sich ein noch größeres Problem: das Klima in der Kabine ist versehrt. Berichte über Machtkämpfe und interne Streitereien häufen sich, und die Autorität des Trainers scheint vollkommen verloren.

Ein besonders fragwürdiges Kapitel ist der öffentliche Eklat zwischen Tchouaméni und Valverde, der in einer handfesten Auseinandersetzung gipfelte und Valverde sogar ins Krankenhaus brachte. Die Tatsache, dass diese Auseinandersetzung überhaupt öffentlich wurde, wirft ein scharfes Licht auf die dysfunktionale Atmosphäre im Verein.

Es ist kaum zu glauben, dass vor kurzem noch gefordert wurde, dass Trainer Ancelotti lediglich ein „Verwalter“ sei. Nun wird deutlich, dass die Situation weit über das hinausgeht, was ein erfahrener Taktiker in den Griff bekommen kann. Die Spieler scheinen sich selbst zu bekämpfen, anstatt gemeinsam auf das Ziel zu spielen.

Und dann ist da noch die Affäre um Mbappé, dessen medizinische Untersuchung angeblich falsch durchgeführt wurde – eine weitere Episode in einer Kette von Fehlentscheidungen und amateurhafter Organisation. Die einst undurchdringliche Mauer der Geheimhaltung um den Verein ist längst gebrochen.

Als krönender Abschluss hat der Verein den beiden prügelnden Spielern eine Geldstrafe von 500.000 Euro auferlegt – eine lächerliche Geste, die eher an eine Farce als an die rigorose Haltung eines Top-Clubs erinnert. Die Summe ist zwar enorm, aber angesichts der astronomischen Gehälter von Tchouaméni (12,5 Millionen Euro pro Jahr) und Valverde (16,6 Millionen Euro pro Jahr) ist sie bestenfalls symbolisch. Währenddessen feiert der Lokalrivale Rayo Vallecano, ein Verein aus einem Arbeiterbezirk Madrids, den Einzug ins Conference League Finale.

Die Saison für den Real Madrid endet somit ohne Titel – ein Fiasko, das selbst den größten Optimisten die Hoffnung raubt. Es scheint, als ob der Verein für immer den Bezug zur Realität verloren hat und sich in einer selbstgeschaffenen Blase befindet. Eine Rückkehr zu den glorreichen Tagen unter Mourinho scheint unausweichlich, doch ob die Verantwortlichen in der Lage sind, die notwendigen Weichen zu stellen, bleibt abzuwarten.