Real madrid: champions-glanz trotz ligazweifel!
Madrid hat es wieder
einmal geschafft: Während die Liga-Saison enttäuschend verlief, leuchtet der Stern der Königlichen in der champions league. Eine Erfolgsgeschichte, die schon seit Jahrzehnten andauert und den Verein von anderen europäischen Top-Klubs unterscheidet.Die königliche ausnahme: champions-triumph trotzlicher liga-saisonen
Es ist ein Muster, das sich immer wiederholt: Mannschaften wie Manchester United unter Matt Busby, Cruyffs Ajax, Beckenbauers Bayern, Sacchis Milan, Messis Barcelona, Mourinhos Inter und Guardiolas City haben ihre nationale Dominanz mit dem Gewinn der champions league gekrönt. Auch der aktuelle Titelverteidiger, PSG unter Luis Enrique, folgt diesem Pfad. Der Real Madrid, der 2022 und 2024 den Double-Wettbewerb gewann, reiht sich nahtlos ein.
Doch Madrid bricht die Regel. Der Verein ist einzigartig darin, seine nationalen Schwächen von der europäischen Glanzleistung zu trennen. In zahlreichen Saisons, in denen die Liga-Ambitionen verpufften, entfachte der Bernabéu dennoch die Flamme in Europas höchster Klubkonkurrenz. Besonders zwischen den Jahrtausenden war der Verein in dieser Diskrepanz ein Meister – drei Titel zwischen 1998 und 2002, nachdem drei Saisons zuvor kaum Erfolgserlebnisse erzielt wurden. Ein dramatischer Sieg in Amsterdam gegen Juventus sicherte damals sogar die Qualifikation für die nächste Auflage des Wettbewerbs.
Die Saison 1999/2000 war sogar noch dramatischer: Nach einer desaströsen Liga-Spielzeit war Madrid bereits aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Das Finale in Saint-Denis wurde zum alles oder nichts-Spiel gegen Valencia. Trainer Vicente del Bosque präsentierte eine unorthodoxe Lösung – ein Dreierblock aus Innenverteidigern (Helguera, Karanka, Iván Campo), der das Team in entscheidenden Duellen gegen Manchester United und den FC Bayern trug und schließlich einen klaren 3:0-Sieg in Paris bescherte. Auch die Neunte, unter Del Bosque, gelang in einer schwierigen Liga-Saison mit einem dritten Platz und dem Pokalfinalverlust gegen Deportivo La Coruña.
Ein bipolarer Verein? Die Saison 2017/18, inmitten des dritten Triumphes unter Zidane, verdeutlichte diese Besonderheit besonders deutlich: Madrid beendete die Liga-Saison 17 Punkte hinter dem FC Barcelona, triumphierte aber mit einem unvergesslichen Fallrückzieher von Bale im Olympiastadion von Kiew gegen Liverpool.
Die aktuelle Situation, mit dem plötzlichen Abschied von Xabi Alonso und den jüngsten Niederlagen, wie dem 1:3 in Mallorca, verstärken die Zweifel. Doch die Geschichte lehrt: Der Real Madrid ist ein Verein, der in der Lage ist, sich neu zu erfinden und in der champions league zu brillieren – selbst wenn die Liga-Saison in Trümmern liegt. Ob Mbappé den Anforderungen des weißen Trikots gewachsen ist, bleibt abzuwarten.

Die mentalität macht den unterschied
Letztendlich ist es die Mentalität, die den Unterschied ausmacht. Eine Einstellung, die über nationale Misserfolge hinwegtriumphiert und den Glauben an den möglichen Erfolg in Europas Königsklasse aufrechterhält. Und genau das macht den Real Madrid so einzigartig.
