Real madrid: bayern schlägt zu – titelträume zerplatzen?

Madrid atmete auf, doch die Luft war raus. Nach einer Stunde Dominanz wurde der Real Madrid im eigenen Bernabéu von einem stark aufspielenden Bayern München gedemütigt. Die Königliche haben zwar noch eine Chance im Rückspiel in München, doch die jüngsten Ergebnisse lassen wenig Hoffnung auf eine erfolgreiche Titelverteidigung in der Champions League zu. Und das, obwohl die Ausgangslage vor dem Hinspiel noch so rosig schien.

Die defensive hat wackelkneipen-niveau

Die defensive hat wackelkneipen-niveau

Es war nicht nur die Niederlage selbst, sondern die Art und Weise, wie sie zustande kam, die Alarmglocken schrillen lässt. Der FC Bayern präsentierte sich als eine Mannschaft, die ihren Gegner nicht nur kontrolliert, sondern ihn dominiert. Luis Díaz und Harry Kane nutzten die Schwächen der madrilenischen Abwehr eiskalt aus. Die Defensive wirkt seit Wochen wie eine Wackelkneipe, in der jeder Gegner sich bedienen kann.

Manuel Neuer, mit 40 Jahren immer noch ein Titan im Tor, hielt den Bayern mit einigen Glanzparaden den Rückstand in Grenzen. Es ist schon ironisch, dass gerade der erfahrene Routinier den Unterschied ausmachte, während die Abwehr um Jude Bellingham herum regelmäßig Löcher präsentierte.

Álvaro Arbeloa, erst seit kurzem im Amt, muss sich nun ernste Fragen stellen. Seine Bilanz von sieben Niederlagen in 19 Spielen ist besorgniserregend, besonders wenn man bedenkt, dass Xabi Alonso nach nur 34 Partien entlassen wurde. Die jüngsten Leistungen haben die Stimmung im Bernabéu nachhaltig getrübt. Der schwache Liga-Start, die unerwartete Niederlage gegen Mallorca und nun die deutliche Klatschen gegen den FC Bayern – die Titelträume in La Liga und der Champions League scheinen in Rauch aufgegangen.

Der FC Bayern München kann sich nun auf das Rückspiel in München freuen, wo sie in den letzten 15 Champions-League-Ausscheiden immer die Oberhand behielten. Real Madrid muss also einen Weg finden, die Logik zu überwinden. Die Wettquoten stehen nicht gerade im Sinne der Königlichen.

Doch eines ist klar: Der Real Madrid befindet sich in einer Krise. Es braucht mehr als nur ein Wunder in München, um die Saison noch zu retten. Die Frage ist, ob Arbeloa die Kurve noch kriegen kann, oder ob die Verantwortlichen gezwungen sind, erneut nach einem neuen Trainer zu suchen – ein teurer Spaß, der das Problem bestenfalls nur verzögert.