Rd congo-feierlichkeiten verzögern europacup-rückkehr – mbemba und co. verpassen training!
Ein Jubel, der nach hinten losgeht: Die euphorische Qualifikation der Demokratischen Republik Kongo für die Weltmeisterschaft hat einigen europäischen Top-Klubs Kopfschmerzen bereitet. Statt pünktlich ins Training einzuspringen, feierten Stars wie Chancel Mbemba, Kunde Mukau und Jonathan Bakambu in ihrer Heimat den historischen WM-Einzug – und sorgten so für verpasste Trainingseinheiten und mögliche sportliche Nachteile.

Historischer moment für die kongolesische fußballnation
Die WM-Qualifikation ist für die RD Congo tatsächlich ein historischer Meilenstein. Nach einer langen Wartezeit von fast fünf Jahrzehnten, seit dem Auftritt als Zaire im Jahr 1974, kehren die Kongolesen auf die Weltbühne zurück. Doch der Triumph hat auch seine Schattenseiten. Die Tatsache, dass Spieler wie Mbemba, der normalerweise für die Abwehr von Brügge verantwortlich ist, oder Bakambu vom Real Betis, nach ihrer Rückkehr aus Kingston (Jamaika) noch Tage in der Heimat verbrachten, um den Sieg zu feiern, hat Diskussionen über die Organisation und die Verantwortung der Spieler ausgelöst.
Ein Kader voller europäischer Qualität
Es ist bemerkenswert, dass die kongolesische Auswahl nicht nur auf eine lange WM-Abstinenz zurückblicken musste, sondern auch über eine beeindruckende Anzahl von Spielern verfügt, die in den stärksten Ligen Europas aktiv sind. Neben den bereits genannten Mbemba, Mukau und Bakambu gehören auch Talente wie Yoane Wissa (Newcastle United), Noah Sadiki (Sunderland) und Aaron Wan-Bissaka (West Ham) zum Kader. Sébastien Desabre hat es geschafft, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, die in der Lage ist, auch stärkere Gegner herauszufordern.
Die Fédération Congolaise de Football Association (F CFA) ist sich der Notwendigkeit bewusst, den Kader weiter zu verstärken. Es kursieren Gerüchte über eine umfassende Suche nach neuen Talenten, auch außerhalb des traditionellen Kongolesischen Fußballraums. Eine Liste von bis zu zehn Spielern, die potenziell für die RD Congo spielberechtigt sind, steht im Fokus der Verhandlungen. Namen wie Warren Bondo (Cremonese), Willy Kambwala (Villarreal) und Arnaud Kalimuendo (Eintracht Frankfurt) werden besonders intensiv beobachtet. Die Verpflichtung von Spielern wie Ezechiel Banzuzi (RB Leipzig), Samuel Mbangula (Werder Bremen), Jordy Makengo (Freiburg), Antoni Milambo (Brentford), Dilane Bakwa (Nottingham Forest), Marc Bola (Watford) und Bradley Locko (Brest) könnte die Mannschaft auf ein neues Niveau heben.
Mayulu und Bitshiabu im Visier
Doch die F CFA scheint nicht nur auf diese Liste zu schauen. Der junge PSG-Mittelfeldspieler Senny Mayulu steht ganz oben auf der Wunschliste und die Verhandlungen sollen bereits im Gange sein. Auch der 20-jährige Innenverteidiger El Chadaille Bitshiabu vom RB Leipzig gilt als ein heißes Eisen. Die Gespräche zur Nationalisierung scheinen hier sehr weit fortgeschritten zu sein. Die Frage ist: Werden diese Talente sich für die kongolesische Nationalmannschaft entscheiden?
Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, wie die RD Congo ihren Kader weiterentwickelt und ob die euphorischen Feierlichkeiten nach der WM-Qualifikation langfristig negative Auswirkungen auf die Leistung der europäischen Klubs haben werden. Eines ist jedoch sicher: Der kongolesische Fußball erlebt derzeit eine aufregende Zeit, die von großen Ambitionen und dem Traum vom WM-Erfolg geprägt ist.
