Rasta vechta schockiert hamburg: towers im freien fall!
Die Easycredit Basketball Bundesliga erlebt eine Überraschung: Rasta Vechta, weit entfernt vom Meistertitel, hat die Veolia Towers Hamburg im Nordderby mit 92:83 (53:28) überrollt und damit den vierten Sieg in Folge gefeiert. Ein Sieg, der die Towers von ihren Play-in-Träumen abrupt distanzierte.
Die erste hälfte als desaster für hamburg
Was in der ersten Halbzeit passierte, ist kaum zu glauben. Vechta präsentierte sich von einer Seite, die kaum jemand erwartet hätte, während die Towers, die bis dato eine Saison voller Höhen und Tiefen hinter sich hatten, völlig den Stecker zogen. Ein 23:0-Lauf zu Beginn des Spiels, gefolgt von 33 Punkten im ersten Viertel – die Hamburger Defensive wirkte wie ein Sieb. Zehn Ballverluste im ersten Abschnitt und ein Rückstand von bis zu 25 Punkten unterstreichen die erschreckende Leistung.
„Wir arbeiten jeden Tag sehr, sehr hart daran, dass aus Träumen Ziele werden“, kommentierte Trainer Benka Barloschky die enttäuschende Vorstellung. „Aber da gibt es schon noch einen Unterschied.“ Seine Worte treffen den Nagel auf den Kopf: Die Inkonstanz der Towers scheint ein tief sitzendes Problem zu sein, das die Saison aller Voraussicht nach im Niemandsland der Tabelle enden lässt.

Bamba und daniels glänzen, towers zeigen moral – zu spät
Trotz des Comebacks von Center Martin Breunig nach einer Oberschenkelverletzung fehlten Vechta wichtige Spieler wie Tibor Pleiß und Joschka Ferner. Doch das schien dem Kult-Klub wenig auszumachen. TJ Bamba (21 Punkte, 4 Steals) und Alonzo Verge (19 Punkte) führten die Offensivbemühungen an, während Devon Daniels mit 24 Punkten den Torre-Korb zum Leuchten brachte. Zsombor Maronka (17 Punkte) trug ebenfalls mit fünf getroffenen Dreiern zum Sieg bei.
Die Towers zeigten zwar im zweiten Viertel und insbesondere im Schlussabschnitt Moral und kämpften sich bis auf drei Punkte heran (83:90), doch die aufholende Jagd kam zu spät. „Nach dem ersten Viertel war die Messe gelesen“, erklärte Barloschky. „Wir waren am Anfang einfach nicht gut genug. Und sind da auch leider in sehr, sehr alte Muster verfallen.“
Zacharie Perrin kam zwar auf 11 Rebounds, verpasste aber knapp das Double-Double. Die Leistung der Hamburger war geprägt von Chaos, insbesondere unter dem eigenen Korb. „Das ist defensiv nicht gut genug“, schimpfte Barloschky nach dem Spiel.
Die Mannschaft aus Vechta hingegen demonstrierte eine beeindruckende Disziplin und Verteidigungsarbeit. Der Sieg war zwar knapp, aber verdient. „Unser Ziel ist es, weiter zu gewinnen und uns zu verbessern“, erklärte Bamba nach dem Spiel. „Wir dürfen nicht zu viel nachdenken, müssen jeden Tag ins Training gehen, uns verbessern und in den Spielen Spaß haben.“
Die Towers müssen nun dringend an ihrer Konstanz arbeiten, um nicht endgültig in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Denn eines ist klar: Die aktuelle Leistung reicht bei Weitem nicht aus, um in der BBL erfolgreich zu sein.
