Raptors gleichen die serie aus: cleveland vor zitterspei!

Toronto hat Cleveland ein Remis beschert – und das trotz einer erschreckend schwachen Trefferquote! Die Raptors gewannen das entscheidende Game 4 mit 93:89, nachdem sie die Cavaliers in der zweiten Halbzeit vollends unter ihre Kontrolle brachten. Ein Sieg, der zeigt, dass auch mit 32% aus dem Feld und nur 4 von 30 Dreiern die Hoffnung am Leben erhalten werden kann.

Eine defensivschlacht mit überraschendem ausgang

Die Partie war von Beginn an geprägt von einer aggressiven Verteidigung, die den Angriffen auf beiden Seiten das Leben schwer machte. Der Dreier war kein entscheidender Faktor, und beide Teams kämpften verbissen um jeden Ballbesitz. Toronto, angetrieben von seinem euphorischen Heimpublikum, fand jedoch im Laufe des Spiels seinen Rhythmus und zwang Cleveland zu zahlreichen Turnovern, die das Team von Coach Nurse entscheidend nutzte.

Ingram und Barnes waren mit je 23 Punkten die treffsichersten Spieler der Raptors, während Mitchell mit 20 Punkten für die Cavaliers vorstieß. Doch die vielen Ballverluste von Cleveland (17 insgesamt) und die fehlende Konstanz im Angriff untergruben die Hoffnungen auf einen Auswärtssieg.

Ein Wendepunkt war das entscheidende 15:2-Teilresultat in der zweiten Halbzeit, gestützt durch wichtige Dreier von Merrill, das das Momentum vollständig auf die Seite der Raptors verlagerte. Toronto erwachte aus seinem Offensiv-Schlaf und setzte Barnes' Durchbrüche gekonnt fort, um die Cavaliers schließlich zu bezwingen.

In San Antonio hingegen präsentierte sich ein Team in Höchstform. Nach einem schwachen ersten Viertel, in dem sie mit 17 Punkten Rückstand in die Pause gingen, zeigten die Spurs eine beeindruckende Wende und dominierten die zweite Halbzeit gegen Portland mit einer Intensität, die das Publikum im Moda Center verstummen ließ.

Wembanyama zeigt weltklasse-qualität

Wembanyama zeigt weltklasse-qualität

Besonders herausragend war die Leistung von Wembanyama, der nach seiner Kopfverletzung zurückkehrte und mit 27 Punkten, 11 Rebounds und sieben Blocks das Spiel seinerseits bestimmte. Fox steuerte mit 28 Punkten zum Sieg bei und unterstrich die wachsende Bedeutung des jungen Franzosen für die Spurs. Das 16:3-Teilresultat im letzten Viertel besiegelte den Sieg und brachte San Antonio einen wichtigen Schritt näher an die nächste Runde.

Die Spurs können nun mit Selbstvertrauen vor eigenem Publikum in Game 5 am Dienstag auf den Abschluss der Serie hoffen. Die Blazers hingegen müssen sich fragen, wie sie die Kontrolle über das Spiel zurückgewinnen und die drohende 0:3-Rückstand vermeiden können.

Fazit: Die NBA-Playoffs liefern weiterhin Spannung und Überraschungen. Während Toronto die Serie gegen Cleveland ausgeglichen hat, demonstrierte San Antonio seine beeindruckende Leistungsfähigkeit und setzt Portland unter Druck. Der Kampf um die Teilnahme an den Conference Finals ist eröffnet.