Raketenhagel vor real-hotel: bayern-fans stören madrilenen!

München tobte in der Nacht auf Mittwoch: In der Nähe des Teamhotels von Real Madrid wurden Feuerwerkskörper gezündet. Verantwortlich dafür waren mutmaßlich Anhänger des FC Bayern, die ihrem Klub einen psychologischen Vorteil vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League verschaffen wollten. Ein Akt der Unterstützung oder doch schlichte Provokation?

Die bilder, die el chiringuito zeigte

Die spanische TV-Sendung El Chiringuito, bekannt für ihre nächtlichen Übertragungen, fing die Szenen zufällig mit der Kamera ein. Aus Richtung des Olympiaparks, direkt neben dem Leonardo Royal Hotel, wo sich die königlichen Stars aufhielten, wurden mehrere Raketen abgefeuert. Das Sicherheitspersonal des Hotels reagierte prompt, doch die Täter waren flüchtig.

Sport1-Informationen zufolge handelte es sich lediglich um eine kleine Gruppe von Bayern-Fans, die diese ungewöhnliche Aktion inszenierten. Die Frage, die sich nun stellt: Wie hat dieser nächtliche Lärm das Team von Real Madrid beeinflusst?

Schallschutz und strategische unterbringung

Schallschutz und strategische unterbringung

Ob die Aktion tatsächlich den Schlaf der spanischen Stars gestört hat, ist fraglich. Das Vier-Sterne-Hotel verfügt zwar über eine exponierte Lage an der Moosacher Straße, die Zimmer sind jedoch mit modernsten Schallschutzfenstern ausgestattet. Zudem waren die Spieler in einem abgelegenen Trakt des Gebäudes untergebracht. Erinnerungen an ähnliche Vorfälle, wie sie beispielsweise bei Auswärtsspielen in Rotterdam und Eindhoven stattfanden, kamen auf – auch Bayern selbst war hier schon einmal der Gastgeber.

Doch der psychologische Effekt sollte nicht unterschätzt werden. Auch wenn die materiellen Auswirkungen gering waren, könnte die nächtliche Störung die Konzentration der Madrilenen beeinträchtigt haben. Die Bayern-Fans, die offenbar entschlossen waren, ihrem Team einen kleinen Vorteil zu verschaffen, haben zumindest für Gesprächsstoff gesorgt.

Die UEFA wird den Vorfall wohl beobachten, auch wenn eine nachträgliche Sanktion gegen den FC Bayern unwahrscheinlich erscheint. Bleibt abzuwarten, ob sich diese nächtliche Aktion in das Ergebnis des Rückspiels einschreiben wird. Ein Fakt steht fest: Der Kampf um die Champions League-Halbfinalplätze wird heiß – sowohl auf dem Platz als auch außerhalb.