Rahm dominiert bei pga championship – entschuldigung und reflexion

Jon Rahm hat mit einer starken Leistung das PGA Championship eingeläutet und sich frühzeitig in der Spitzengruppe positioniert. Der Spanier zeigte, dass er bereit ist, um den Titel zu kämpfen, und offenbarte nach der Runde auch persönliche Momente und eine reflektierte Einschätzung seiner Karriere.

Komplexität des aronimink golf clubs

Rahm äußerte sich nach seiner Runde mit 69 Schlägen beeindruckt von der Herausforderung, die der Aronimink Golf Club bietet. Obwohl einige Bahnen auf den ersten Blick einfach wirken mögen, verbirgt sich hinter den scheinbar breiten Fairways und nicht allzu festen Grüns eine versteckte Komplexität. Die Neigungen der Bahnen lassen sie viel enger erscheinen, als sie sind, und selbst der Rough, der auf den ersten Blick nicht allzu lang erscheint, ist so dicht, dass er selbst gute Positionen erschwert. „Man muss wirklich hervorragend spielen, um unter 3er Par zu kommen“, so Rahm.

Besonders sein Eagle am Par 5 war ein Highlight, ein „phänomenaler Schlag mit dem Wedge“, wie er selbst sagte. Er schien zudem die Frustration über einen vergebenen ähnlichen Versuch auf der vorherigen Bahn hinter sich gelassen zu haben und riskierte bewusst erneut.

Ein unerwarteter moment der bescheidenheit

Ein unerwarteter moment der bescheidenheit

Ein weiterer Aspekt der Runde war Rahms aufrichtige Entschuldigung bei einem Volunteers des Turniers. Ein abgetriebenes Stück Rasen, verursacht durch einen missglückten Schlag, hatte den Mitarbeiter unglücklicherweise am Arm und im Gesicht getroffen. Rahm zeigte sich sichtlich betroffen und versprach, den Volunteers zu finden, um sich persönlich zu entschuldigen und ihm ein Geschenk zu machen. „Es ist unentschuldbar und hätte vermieden werden können“, so der Vizcaíno.

Selbstreflexion und die frage nach dem vermächtnis

Selbstreflexion und die frage nach dem vermächtnis

Die Frage, wo er in der Golfgeschichte stehe, überraschte Rahm. Er betonte, dass er noch viel erreichen müsse, bevor er sich damit auseinandersetzen könne. Im Vergleich zu Rory McIlroy, dessen historische Bedeutung im europäischen Golf unbestritten ist, und Scottie Scheffler, dessen Konstanz und unerschütterliche Selbstsicherheit beeindruckend seien, sieht sich Rahm noch am Anfang seines Weges. „Ich würde ihn bereits jetzt als den besten europäischen Spieler aller Zeiten bezeichnen“, äußerte er über McIlroy, während er Scheffler für seine Bescheidenheit und sein Talent lobte.

Die langfristige Perspektive ist ebenfalls wichtig: Mit dem Beispiel von Jack Nicklaus und Phil Mickelson im Hinterkopf, die auch in fortgeschrittenem Alter noch Erfolge feierten, blickt Rahm optimistisch in die Zukunft. „Er hat noch mindestens 10 oder 15 Jahre vor sich, um viel zu erreichen“, ergänzte er.