Raducanu kehrt vor wimbledon ab: stressfraktur stoppt comeback

Schock in Wimbledon: Emma Raducanu, die als Nummer 30 gesetzte Britin, hat kurz vor ihrem Erstrundenspiel gegen Antonia Ruzic ihre Teilnahme am prestigeträchtigen Rasen-Klassiker abgesagt. Eine Stressfraktur im rechten Unterschenkel beendet überraschend ihre Hoffnungen auf einen Erfolg in „ihrem“ Grand Slam.

Die entscheidung im detail: ein wettlauf gegen die zeit

Die entscheidung im detail: ein wettlauf gegen die zeit

Die Nachricht kam spät, kurz nach 23 Uhr deutscher Zeit. Raducanu hatte zuvor noch öffentlich ihre Zuversicht geäußert, am Netz stehen zu können. Doch der finale Scan am Sonntagabend brachte die bittere Wahrheit ans Licht: Das Ziehen im Unterschenkel, das sie bis dato ertragen hatte, hatte sich zu einer Stressfraktur entwickelt. „Ich habe alles versucht, um an den Start zu kommen, aber nach dem finalen Scan heute Abend hat sich das Ziehen, das ich gemanagt habe, zu einer Stressfraktur entwickelt“, erklärte die 23-Jährige.

Bereits in der vergangenen Woche deuteten Anzeichen auf eine mögliche Verletzung hin. Der Druck, rechtzeitig fit zu werden, wuchs dementsprechend. Ein Trainingsabsatz am Samstag, bei dem der Unterschenkel deutlich bandagiert war, ließ wenig Gutes erahnen. Ein abgebrochenes Training gegen Anna Kalinskaya, nach einem lediglich ausgekämpften Satz, bestätigte die Befürchtungen.

Die US-Open-Siegerin von 2021 muss nun auf ihre Teilnahme verzichten und verlässt Wimbledon ohne einen einzigen Ballwechsel. Der Ausfall Raducanus hinterlässt eine Lücke im Turnierplan und ist ein herber Rückschlag für die britische Nummer eins.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Stressfraktur entwickelt und wann Raducanu wieder auf dem Platz stehen kann. Für Wimbledon bedeutet der vorzeitige Ausstieg der jungen Britin jedoch einen herben Verlust – sowohl sportlich als auch für die Zuschauer.