Pyrenäen-drama: pogacar dominiert, vingegaard kämpft – voigt schockiert!
Die erste Woche der Tour de France 2026 ist vorbei und hinterlässt ein klares Bild: Tadej Pogacar fährt seinen Rivalen Jonas Vingegaard in den Boden. Während die Pyrenäen-Etappe mit dem Tourmalet ein Feuerwerk der Attacken und Konter bot, zeichnete sich ein deutliches Kräfteverhältnis ab, das selbst Experten wie Jens Voigt überraschte.
Die spektakuläre tourmalet-etappe – ein highlight des rennens
Die neunte Etappe, die durch die Pyrenäen führte, war zweifellos einer der Höhepunkte bisher. Die frühe Attacke, die Reaktion der Favoriten – es war ein Kampf auf Messers Schneide, wie Voigt in seiner Analyse bei Eurosport betonte. „Jeder musste die Karten auf den Tisch legen. Das war ganz sicher eines der interessantesten Momente auf der Tour.“ Die Bilder sprachen für sich: ein packendes Rennen, bei dem jeder versucht hat, seinem Gegner die Stirn zu bieten.

Vingegaard: ein gebrochener mann?
Doch Voigt zeigt sich enttäuscht vom bisherigen Verlauf des Rennens. Er hatte gehofft, dass Vingegaard nach seinem starken Giro d’Italia auf Augenhöhe mit Pogacar agieren würde. Stattdessen liegt der Däne bereits zweieinhalb Minuten zurück – eine Diskrepanz, die Voigt nicht erwartet hätte. „Ich hätte gehofft, dass das enger beieinander gewesen wäre.“ Bradley Wiggins sieht die Situation ähnlich düster und beschreibt Vingegaard als „einen gebrochenen Mann“, dessen Körpersprache nach der sechsten Etappe wenig Hoffnung auf eine Wende ließ. Die Frage ist: Kann Vingegaard seine mentale Stärke zurückgewinnen?

Lipowitz nutzt die pause – interne spannungen bei red bull
Für den deutschen Hoffnungsträger Florian Lipowitz kommt der erste Ruhetag genau zum richtigen Zeitpunkt. „Es war von Anfang an ein harter Start, ganz anders als letztes Jahr“, so der Bora-hansgrohe-Profi. Die hohen Temperaturen haben alle Fahrer zu Fordern herausgefordert. Lipowitz belegt als Gesamt-Siebter eine hervorragende Ausgangsposition, auch wenn es innerhalb des Red Bull Teams Spannungen gibt. Der ehemalige Teamchef Patrick Lefevere äußerte sich überrascht über die Situation zwischen Lipowitz und Evenepoel, nachdem Letzterer ihn auf der sechsten Etappe gebeten hatte, den Sprint anzuführen. Lefevere zeigte Verständnis für beide Seiten, machte aber deutlich: „Evenepoel ist das Alphatier unter den Alphatieren.“
Die Tour de France ist noch lang, aber Pogacars aktuelle Dominanz und Vingegaards angeschlagene Verfassung lassen wenig Raum für Hoffnung auf eine spannende Schlussphase. Das Kräfteverhältnis ist klar, und die Frage ist nicht, ob Pogacar die Tour gewinnt, sondern wie deutlich er sie gewinnen wird.
