Pulido feiert abschied mit kampfansage: letzter tanz soll huesca retten
Jorge Pulido stand im Scheinwerferlicht, doch keine Show, sondern ein Kampfplan. SD Huesca baute für seinen langjährigen Kapitän eine emotionale Pressekonferenz, weil der Abstiegsdruck keinen Platz für große Bühne lässt. Neun Jahre, 300 Spiele, ein Aufstieg – jetzt bleiben 90 Minuten, um den Club in der Profiliga zu halten.
Lasaosa liest pulidos brief vor – und der liest der stadt die leviten
Agustín Lasaosa, Geschäftsführer, schwang zuerst die Rhetorik: „Jorge verkörpert alles, wofür Huesca steht: Einsatz, Loyalität, Charakter.“ Dann las er die Zeilen, die Pulido selbst zu seinem 300. Liga-Spiel verfasst hatte. Die Spieler drückten die Schultern durch, als der Verteidiger antwortete – mit einem offenen Brief, den er seit Februar schrieb.
„Du lehrst mich, nie aufzugeben“, rezitierte er, Blick auf das Wappen gerichtet. „Wenn ich dich enttäuscht habe, tut es mir leid. Man sagt, alles endet, aber unsere Beziehung wird währen, bis die letzte Sonne über El Alcoraz scheint.“ Kein Tränendrücker, sondern ein Schwur.
Das Stadion wird am Sonntag kochen. Castellón gastiert, Huesca braucht einen Sieg, um die Relegation noch zu vermeiden. Pulido redet nicht vom Abschied, sondern von der Mission: „Ich werfe mein Herz aufs Feld, damit wir in der zweiten Liga bleiben. Alles andere zählt nicht.“

Die fans sind der turbo – und pulido der zündstoff
Die Anhänger organisieren bereits eine weiße Welle. Der Captain forderte sie auf, die Lautsprecher zu sein: „Ihr seid unser Motor. Ich erwarte kein Kommando, ich erwarte ein Erdbeben.“ Die Worte hallen durch die sozialen Netzwerke, die Karten für das Spiel sind fast ausverkauft.
Ricardo Mur, Clubpräsident, klang wie ein Mann, der weiß, dass Geschichte nur dann zählt, wenn sie in der Tabelle steht: „Wenn wir am Ende durchmarschieren, schreibt Jorge nicht nur ein Kapitel, sondern ein ganzes Buch.“
Am Sonntag um 18:30 Uhr wird das Buch entweder mit einem Happy End oder mit einem Abstieg geschlossen. Pulido wird nicht in Tränen schwimmen, sondern in Zweikämpfen. Denn Legenden werden nicht gefeiert – sie gewinnen.
