Puertas' jugendsünde blockiert wm-traum – 2030 ist die neue zielmarke

Cameron Puertas wird 2026 nicht für die Schweiz auflaufen. Der Grund: ein Eintrag im Strafregister, der seine Einbürgerung um Jahre verzögert. Die WM in den USA, Kanada und Mexiko rückt für den Werder-Profi in unerreichbare Ferne.

Ein alkoholtest 2019 wird zum stolperstein

Der Mittelfeldspieler war 2019 wegen „Fahrens ohne vorschriftsmäßige Zulassung“ verurteilt worden. Die Folge: ein Eintrag, der in der Schweiz erst nach zehn Jahren tilgt wird. Obwohl das Strafregister 2025 gelöscht wird, lehnte die Einbürgerungsbehörde einen verkürzten Verfahrensansuch ab. „Ärgerlich, aber Teil meiner Geschichte“, kommentierte Puertas knapp.

Die Entscheidung trifft den 27-Jährigen hart. Geboren in Lausanne, aber mit spanischem Pass, hätte er erstmals die Chance gehabt, für das Land seiner Geburt aufzulaufen. Der SFV hatte bereits Kontakt aufgenommen, die Hoffnung auf einen Kurzeinschluss in die Nati aber jäh zerstört.

Thioune schwärmt trotzdem – notenschnitt bleibt unter feuer

Thioune schwärmt trotzdem – notenschnitt bleibt unter feuer

Unter Trainer Daniel Thioune hat sich Puertas in den letzten Wochen festgespielt: fünf Startelf-Einsätze in Serie, erste Vorlage in Berlin. „Er läuft sich in Grund und Boden, spielt mit Herz und bringt Qualität“, lobte Thioune. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: 4,06 im kicker-Ranking – für einen Spieler mit Anspruch ein offener Konstruktionspunkt.

Die Leihe von Al-Qadsiah läuft 2025 aus. Werder muss sich bis dahin entscheiden: Weiter investieren oder abgeben? Puertas schließt nicht aus, dass er 2029 – mit 32 Jahren – noch einmal Anlauf für die WM 2030 nimmt. „Ich will fit bleiben und dann dabei sein“, sagt er. Bis dahin bleibt nur eins: Tore und Assists liefern, damit die Statistik endlich zu den Worten des Trainers passt.