Psg zieht vor dem bayern-kracher die daumensschrauben an

Ein 3:0 beim abstiegsbedrohten Angers reicht, um die Meisterschaft praktisch einzutüten – und das ohne Dembélé, Doué und Kwarazchelia. Luis Enrique schonte, während die Konkurrenten in Lille und Marseille strauchelten. Drei Tage vor dem Champions-League-Halbfinale gegen Bayern München hat Paris Saint-Germain den Vorsprung an der Spitze auf sechs Punkte ausgebaut. Die Generalprobe verlief makellos.

Lee, mayulu und beraldo erledigen die drecksarbeit

Kang-In Lee traf nach sieben Minuten mit einem platzierten Schlenzer ins lange Eck. Senny Mayulu erhöhte kurz vor der Pause, als er eine Unachtsamkeit der Abwehr ausnutzte und aus 14 Metern einschob. Lucas Beraldo machte mit einem Kopfball nach Ecke den Sack zu. Dazwischen: ein verschossener Elfmeter von Angers, ein Aluminiumtreffer und viel Ballbesitz-Monopoly der Gäste. Die Zahl, die alles sagt: 71 Prozent Ballbesitz bei nur einem zugelassenen Torschuss im zweiten Durchgang.

Die Rothosen aus der Loire hatten keine Antwort auf die Tempovariationen von PSG. Als Goncalo Ramos in der 74. Minute Gelb-Rot sah, weil er nach einem Foul anschließend den Ball wegschoss, schalteten die Pariser runter. Kein Risiko vor dem Bayern-Duell. Die Uhr lief runter, das Stadion wurde leer.

Enrique lässt seine stars in watte

Enrique lässt seine stars in watte

Kein Dembélé, kein Doué, kein Kwarazchelia – kein Problem. Der spanische Coach rotierte auf sieben Positionen, ließ selbst Marquinhos und Fabian Ruiz zu Hause. Stattdessen bekamen Youngster wie Yoram Zague oder Ayman Kari Spielminuten. Die Botschaft: Wir haben Tiefe, wir haben Rhythmus, wir haben nichts zu verlieren. Die Münchner werden am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) einen frischen, aber keinen angeschlagenen Gegner treffen.

Die Ligue-1-Tabelle lügt nicht: PSG steht bei 74 Punkten, Lille folgt mit 68 Zählern, hat aber bereits eine Niederlage mehr auf dem Konto. Bei noch fünf ausstehenden Spielen ist die Meisterschaft so gut wie gelaufen. Die echte Herausforderung beginnt erst. Der Treble ist das Ziel, nicht die Schaulaufen in der Provinz.

Die Zahlen in der Champions League sprechen eine andere Sprache: Paris hat in dieser K.o.-Phase noch kein Gegentor kassiert. Das letzte Mal, als man Bayern in einem Halbfinale traf, flog man 2021 trotz 3:2-Sieg im Rückspiel raus. Diesmal will man Revanche – und hat sich gerade warmgeschossen.