Psg vor bayern-duell: luis enrique gesteht – "ich bin bayern-fan!"
Paris – Die Luft knistert vor Spannung! Im Halbfinalduell der Champions League trifft Titelverteidiger PSG auf den FC Bayern, und Coach Luis Enrique präsentiert sich vor dem Duell überraschend entspannt – und offen. Nicht nur die Personallage stimmt, sondern der Spanier enthüllte auch seine heimliche Sympathie für den deutschen Rekordmeister.

Die innenverteidigung als schlüsselduell
Die Vorbereitung verlief ohne Zwischenfälle, wie Enrique am Montag verkündete. Selbst die zuletzt angeschlagenen Vitinha und Achraf Hakimi kehrten im Abschlusstraining zurück, was die Aussichten für PSG deutlich verbessert. Vitinha, der zentrale Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, dessen Fersenprobleme zuletzt für Sorge sorgten, ist ebenso einsatzbereit wie Hakimi, der im letzten Ligaspiel gegen Angers frühzeitig den Platz verlassen musste. Auch Nuno Mendes, nach seiner Oberschenkelblessur bereits in Angers kurz im Einsatz, steht zur Verfügung. Lediglich Quentin Ndjantou, der mit Oberschenkelbeschwerden zu kämpfen hat, fehlt dem Kader – obwohl er unbedingt spielen möchte, wie Enrique betonte, ein Wunsch, den er allen seinen Spielern zugesteht.
Doch die personellen Aspekte sind nur ein Teil der Gleichung. Enrique betonte, dass das Mittelfeld eine „Lotterie“ sein werde, da er noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen habe. „Alle sind bereit, ganz gleich, wer spielt. Ich werde die Spieler auswählen, von denen ich denke, dass es besser ist, wenn sie beginnen. Aber um dieses Halbfinale zu gewinnen, werden wir alle brauchen.“
Die Wahrheit, die viele übersehen: Enrique ist nicht nur ein kompetenter Taktiker, sondern auch ein begeisterter Fußballfan. Seine Offenheit gegenüber dem FC Bayern rückt das Duell in ein völlig neues Licht. „Ich mag jeden Bayern-Spieler“, gestand er, „Sie sind eines der Teams, das ich am liebsten schaue, weil sie immer offensiv denken und unglaublich viele Tore schießen.“ Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Arbeit von Bayern-Trainer Vincent Kompany, der es verstehe, „das Maximum aus Individuen herauszuholen und sie zu einem Team zusammenzubauen.“
Ein entscheidender Faktor wird die Bewältigung der offensivstarken Außenverteidiger Hakimi und Nuno Mendes sein, die gegen die schnellen Flügelspieler Olise und Diaz bestehen müssen. Enrique zeigte sich jedoch unbesorgt: „Hakimi und Nuno Mendes müssen mehr angreifen als sie verteidigen, wenn wir gewinnen wollen.“
PSG geht selbstbewusst in die Partie, auch wenn eine mögliche Niederlage im Hinspiel nicht als Nachteil gesehen wird. „Wir sind PSG. Wir sind zu allem fähig“, erklärte Kvaratskhelia, dessen Worte auch aus München hätten stammen können. Denn am Ende zählt nur eines: Wer die kleinen Details besser beherrscht, wird das Ticket für das Champions-League-Finale lösen. Der Respekt vor dem Gegner ist da, aber die Überzeugung, selbst die bessere Mannschaft zu sein, ist unerschütterlich.
