Psg: rekordumsatz kaschiert gigantische verluste!
Paris – Der glamouröse Fußballverein Paris Saint-Germain (PSG) präsentiert zwar Rekordumsatze, doch hinter der glitzernden Fassade verbirgt sich eine alarmierende wirtschaftliche Realität. Während die Franzosen von internationalen Erfolgen profitieren, stapeln sich die Verluste, die die Ligue 1 zunehmend belasten.
Die bilanz: ein teurer traum
Laut einer Analyse von Intelligence 2P, der Strategie- und Marktforschungseinheit von 2Playbook, hat der PSG im Geschäftsjahr 2024/2025 weitere 40 Millionen Euro verloren. Die roten Zahlen summieren sich seither auf beeindruckende 931,7 Millionen Euro – ein Ergebnis der ambitionierten, aber kostspieligen Transferpolitik und des Strebens nach internationalem Ruhm.
Die Einnahmen sind zwar gestiegen, hauptsächlich dank der steigenden Einnahmen aus internationalen Wettbewerben. Die Champions-League-Triumph und die Teilnahme am Klub-Weltmeisterschaft führten zu einem satten Anstieg im audiovisuellen Geschäft, das um 37 Prozent auf 243,2 Millionen Euro kletterte. Auch die Ticketverkäufe stiegen um 7 Prozent auf 78,2 Millionen Euro. Allerdings: Der enorme Anstieg der Einnahmen kann die Verluste bei weitem nicht kompensieren.
Ein interessanter Aspekt ist der Rückgang im Bereich Sponsoring und Merchandising. Hierzu später mehr.

Der mbappé-effekt: mehr als nur ein abschied
Der Abgang von Kylian Mbappé zum Real Madrid wirkte sich offenbar stärker auf das Geschäft aus, als zunächst angenommen. Der Verlust des französischen Superstars, der einst zusammen mit Messi und Neymar das PSG-Angriff bildete, führte zu einem Stagnation im Commercial Bereich. Die Zahlen aus der Saison vor Mbappés Abgang sind mit dem aktuellen Stand kaum zu vergleichen – damals stiegen auch die Personalkosten ins Unermessliche, und erreichten 876 Millionen Euro.
Der Verein hat die Personalkosten mittlerweile auf 535 Millionen Euro reduziert, was einer Einsparung von 18 Prozent entspricht. Das verrät aber auch: Der Wegfall von Mbappés Gehalt war ein wesentlicher Faktor bei dieser Reduktion. Die Abschreibungen auf Neuzugänge stiegen hingegen um 22 Prozent auf 159,9 Millionen Euro, was auf die Strategie des PSG hindeutet, in junge Talente zu investieren. Allerdings sank der Kapitalgewinn aus Spielertransfers um beachtliche 64 Prozent auf 66,3 Millionen Euro – ein Zeichen dafür, dass der Verein verstärkt auf die Bindung eigener Talente setzt.
Die finanzielle Verschuldung des Klubs bleibt mit 1,036 Milliarden Euro weiterhin hoch, während die Eigenkapitalbasis um 3 Prozent auf 237,6 Millionen Euro angewachsen ist. Bleibt abzuwarten, ob diese Entwicklung nachhaltig ist.
Die Situation zeigt deutlich: Der glamouröse Schein des PSG trügt. Hinter den glänzenden Erfolgen auf dem Platz verbirgt sich eine brüchige wirtschaftliche Basis, die das Prestige des Vereins langfristig gefährden könnte. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann die Konsequenzen dieser überzogenen Ausgaben einholen werden.
