Psg: luis enrique spielt mit der präferenz – bayern-duell im visier?

Paris – Luis Enrique, der Coach von Paris Saint-Germain, hat sich nach dem souveränen Einzug ins Champions-League-Halbfinale mit einer pointierten Aussage ins Stammbuch der Fußballwelt manövriert. Während sein Team den FC Liverpool mit 2:0 im Auswärtsspiel bezwang und damit den Einzug in die nächste Runde sicherstellte, schien der Spanier die Frage nach einer bevorzugten Gegnerin im Halbfinale humorvoll zu beantworten – und damit für einige hochgezogene Augenbrauen sorgte.

Die taktik des ablenkers: enrique vermeidet klare aussagen

Die Frage, ob er sich ein Duell mit dem FC Bayern München wünsche, der am Mittwochabend ebenfalls seine Chance auf den Einzug hat, beantwortete Enrique mit einem verschmitzten Lächeln. „Jedes Mal, wenn ich eine Präferenz äußere, spielen wir am Ende gegen die Mannschaft, die ich nicht will“, erklärte er mit einem Augenzwinkern. Diese Aussage lässt vermuten, dass der PSG-Coach bewusst versucht, den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen und die Erwartungen zu manipulieren. Denn die Chance auf ein Halbfinale zwischen PSG und Bayern, zwei der aktuell stärksten Mannschaften Europas, wäre ein Fußballfest der Extraklasse.

Die beiden Teams standen sich bereits Anfang November in der Ligaphase gegenüber, wobei PSG in Überzahl knapp mit 1:2 verlor. Dieses frühere Duell dürfte Enrique in Erinnerung geblieben sein und ihn dazu veranlasst haben, seine Präferenzen vorerst unter den Teppich zu kehren. Es bleibt abzuwarten, ob er am späten Mittwochabend, wenn die Auslosung des Halbfinals stattfindet, seine Meinung geändert hat.

Lob für liverpool und die eigene defensive

Lob für liverpool und die eigene defensive

Ungeachtet der taktischen Spielchen ließ Enrique Lob für den Gegner finden. „Liverpool hat ein fantastisches Spiel gezeigt, mit viel Intensität. Es war eine sehr knappe Angelegenheit“, lobte er die Leistung der Reds. Besonders hervorhob er, dass Liverpool im Verlauf des Viertelfinals durchaus ein Tor verdient gehabt hätte. Doch letztendlich sei es entscheidend, auch mal ein Quäntchen Glück zu haben, wie der frühe Treffer von Ousmane Dembelé in der Nachspielzeit verdeutlichte.

Besonders positiv hervorhob der Coach zudem die Leistung seines Keepers Matvei Safonov: „Es ist wunderbar, solche Spieler im Verein zu haben. Safonov hat eine entscheidende Rolle gespielt.“ Die gute Defensivarbeit seiner Mannschaft, die es ermöglichte, „einige schwierige Momente“ zu überstehen, rundete das positive Bild ab. Ein Fakt, den auch die Fans von PSG zu schätzen wissen dürften.

Luis Enrique wird sich zeigen müssen, ob seine Strategie der Präferenzvermeidung aufgeht. Denn am Ende zählt nur der Einzug ins Halbfinale und die Chance, den begehrten Henkelpott in die Höhe zu stemmen. Die Spannung ist kaum zu überbieten.