Psg feiert doppelpack: paris tobt um neue champions-league-helden

Paris explodierte im Takt von 128 Schlägen pro Minute – Herzschläge der Fans, die seit gestern Abend nicht mehr abschalten. Ousmane Dembélé landete mit dem Pokal in der Hand, einem breiten Grinsen und der Ansage: „Nächstes Jahr holen wir die dritte.“

Champs-élysées, marsfeld, prinzenpark – eine stadt wird zur arena

Um 14:12 Uhr rollte der Mannschaftsbus aus Budapest über die Seine. Was folgte, war keine Empfangskomitee-Show, sondern ein orchestrales Chaos aus Hupkonzert, Rauchfahnen und 200.000 Menschen, die sich zwischen den Obelisken stauten. Die Pariser Polizei hatte sich verbarrikadiert, doch die Menge war zu schnell. Nasser Al-Khelaïfi musste in Mikrofon brüllen: „Feiert friedlich – heute sind wir alle eine Familie.“ Die Nacht zuvor hatte es 17 Festnahmen gegeben; niemand wollte eine Wiederholung.

Am Élysée-Palast wartete bereits Emmanuel Macron. Kein formeller Handschlag, sondern ein offenes Hemd und eine Rede wie aus der Kabine. „Diese Mannschaft hat nie gezittert, nie gezweifelt, nie aufgegeben. Zweimal in Folge – das macht den PSG zum Maßstab Europas“, sagte er und schlug sich demonstrativ auf die Brust.

Dembélé zündet rakete richtung ballon d’or

Dembélé zündet rakete richtung ballon d’or

Der 1:1-Ausgleich im Puskás Aréna war sein Statement. Jetzt trägt er zwei Champions-League-Titel in 15 Monaten auf dem Lebenslauf. Wenn er im Juli mit Frankreich die Weltmeisterschaft dominiert, wird die Trophäe für Dembélé nicht mehr nur eine Sondierung sein, sondern ein Fakt.

Im Prinzenpark lieferten Javier Pastore, Guillaume Hoareau und Bernard Mendy eine Retro-Parade ab. Die alten Gesichter schwenkten Fahnen mit dem Aufdruck „Back 2 back“, während die neue Garde auf der Raseninsel tanzte. Luis Campos stand am Spielfeldrand, ein verschwitztes Hemd, und zählte stumm die Sterne auf dem Trikot: zwei. Die nächste Saison beginnt in acht Wochen. Die nächste Stern-Jagd sofort.