Profar raus: braves-star fliegt wegen zweiten dopings und verliert 15 millionen

Die Karriere von Jurickson Profar liegt auf Eis. Die MLB schickt den All-Star der Atlanta Braves für 162 Spiele auf die Tribüne – ein Jahr Gefängnis ohne Gehalt, 15 Millionen Dollar plus Sponsorenverluste. Der Outfielder hatte Testosteron im Blut, das zweite Vergehen innerhalb von 14 Monaten.

Erst hcg, jetzt testosteron – die eskalation eines rückfalltäters

Die Bombe platzte am Freitagmorgen, noch bevor die Braves ihren Kaffee kochten. Die Probe stammt von Ende März, lief aber erst jetzt durch das Labor in Montreal. Ergebnis: synthetisches Testosteron und seine Abbauprodukte. Die Liga handelte sofort. Profar ist der siebte Spieler, dem die 162-Spiel-Sperre wegen Wiederholung trifft. Keine Gnade für Stars.

Die Braves reagierten mit einer knappen, eiskalten Stellungnahme: „Unglaubliche Enttäuschung.“ Mehr steht nicht da, aber jeder Satz klingt wie ein Trennungsbrief. Die Franchise hatte Profar erst 2024 mit einem Dreijahresvertrag über 42 Millionen Dollar ausgestattet. Jetzt bleiben zwei Jahre, 27 Millionen – aber wer will einen 35-Jährigen, der seit zwei Jahren nicht mehr gespielt hat?

Die rechnung ist gnadenlos: 27 millionen ausgezahlt, 15 millionen weg

Die rechnung ist gnadenlos: 27 millionen ausgezahlt, 15 millionen weg

Die Zahlen sind brutal: 2024 kassierte Profar trotz seiner ersten Sperre von 80 Spielen noch 6 Millionen. Für 2025 waren 15 Millionen fällig – futsch. 2026 und 2027 stehen 12 Millionen auf dem Papier, doch die Braves dürfen den Kontrakt nach der Sperre kündigen und nur die Minimum-Abfindung zahlen. Profar wird klagen, aber die MLB-Gewerkschaft hat bei Dopingfällen kaum Spielraum. Das Geld ist weg, die Zeit auch.

Intern herrscht blankes Entsetzen. Ein Teamkollege, der anonym bleiben will, sagt: „Wir haben ihn verteidigt, nach dem ersten Mal. Jetzt fühlen wir uns verarscht.“ Die Kabine distanziert sich. Manager Brian Snitker muss umplanen: Harris Jr. rückt ins Center, Kelenic bekommt Links. Die Weltserie-Chance bleibt, aber die Chemie ist hin.

Deutscher mitbetroffener: max kepler sitzt ebenfalls

Deutscher mitbetroffener: max kepler sitzt ebenfalls

Neben Profar ist auch Max Kepler ausgeschlossen. Der deutsche Outfielder der Twins flog Anfang Januar wegen Epitrenbolon für 80 Spiele. Auch er behauptet, nichts gewusst zu haben. Die Parallele ist unangenehm: zwei europäische Spieler, zwei positive Tests, zwei kaputte Saisonen. Die Liga prüft, ob ein gemeinsames Supplement die Ursache ist – doch Beweise fehlen.

Profar will vor ein Schiedsgericht ziehen, die Frist läuft in sieben Tagen. Seine Anwälte argumentieren, das Testosteron sei über eine Creme auf der Haut gelangt – ein „unkontrollierter Kontakt“. Die Geschichte klingt wie 2019, als ein anderer Outfielder genau diese Ausrede nutzte – und scheiterte.

Für die Braves beginnt die Saison ohne ihren Clutch-Hitter von 2024. Die Fans reagieren mit Memes: Profar als Geist, der über dem Feld schwebt. Die Front office ruft zur Ruhe, doch die Enttäuschung sitzt tief. Die Message lautet: Doping ist kein Kavaliersdelikt mehr. Das nächste Mal zieht die Guillotine – und das nächste Mal ist jetzt.