Prevc's patzer bei der skiflug-wm: "ich habe es vermasselt"
Oberstdorf – Ein Moment der Schreckensbilder, der die Skiflug-Welt in Atem hielt: Domen Prevc, der unangefochtene Star des Skisprungs, hat bei der Skiflug-WM in Oberstdorf einen verhängnisvollen Fehler begangen, der ihn und sein Team um Medaillenhoffnungen beraubte. Seine Skier rasten unkontrolliert die Schanze hinunter, ein Szenario, das für den Slowenen bittere Konsequenzen hatte: Disqualifikation und eine tiefe Enttäuschung.
Selbstkritik nach dem aus
Die Bilder gingen um die Welt: Marius Lindvik, bereit zum Absprung, sah fassungslos zu, wie zwei Skier an ihm vorbeiflogen. Es waren die von Prevc. Der Slowene, der zuvor die Vierschanzentournee und den Gesamtweltcup für sich entscheiden konnte, zeigte sich nach dem Vorfall sichtlich betroffen. "Ich werde mich da nicht über mein Umfeld oder schlechte Entscheidungen beschweren. Ich war vor allem von mir selbst enttäuscht, nachdem ich nicht an den Start gehen konnte", erklärte Prevc gegenüber dem polnischen Online-Portal weszlo.com. Ein bedrückendes Statement eines Athleten, der sich seiner Verantwortung bewusst ist.

Warnung vor dem desaster
Das Unglaubliche: Bereits tags zuvor, bei der Teambesprechung, hatte Prevc vor genau diesem Problem gewarnt. "Ich sagte, wir müssten auf die Skier oben auf der Schanze aufpassen, da ihnen leicht etwas passieren könnte. Dass wir jemanden dorthin schicken sollten, um sie zu bewachen", so der Slowene. Eine prophetische Warnung, die jedoch offenbar ungehört blieb, als seine Skier den Kontrollverlust erlitten und unaufhaltsam die Schanze hinuntersausten. Ein bitteres Ironie des Schicksals.
Die Disqualifikation des slowenischen Topspringers wirkte sich unmittelbar auf das Teamresultat aus. Am Ende landete Slowenien auf einem enttäuschenden sechsten Platz, während Japan überraschend den Titel entfleuchte. Die Szene wird noch lange in Erinnerung bleiben, ein mahnendes Beispiel für die Risiken und die Unberechenbarkeit des Skisprungsports. Prevc’s Fehler wirft ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit höchster Konzentration und Präzision in einer Sportart, in der ein einziger Moment der Unachtsamkeit den Unterschied zwischen Triumph und Tränen ausmachen kann.
