Premier league sichert sich fünften champions-league-platz – havertz trifft, england lacht
Kai Havertz schießt, England jubelt. Mit seinem späten Tor in Lissabon hat der Arsenal-Star nicht nur den FC Arsenal im Viertelfinale der Champions League auf Kurs gebracht – er hat der Premier League auch den fünften Startplatz in der Königsklasse 2026/27 gesichert. Die Entscheidung fiel am Dienstagabend, als der UEFA-Ranking-Rechner endgültig zugunsten der Insel ausgeschlagen hat.
Englands vorsprung ist nicht mehr einholbar
Mit 25,013 Punkten liegt die Premier League auf Platz eins der UEFA-Fünfjahreswertung – und das mit nur fünf von neun möglichen Klubs noch im Rennen. Spanien folgt mit 20,281 Zählern, Deutschland hält sich mit 19,714 Punkten auf Platz drei. Der Vorsprung der Engländer ist rein rechnerisch nicht mehr aufzuholen. Das bedeutet: Auch 2026/27 sind mindestens fünf englische Teams in der Champions League dabei – sechs, falls Nottingham Forest die Europa League gewinnt.
Die Bundesliga hat sich dank Bayerns 2:1-Sieg in Madrid wieder etwas herangekämpft. Doch der Abstand zu Spanien bleibt knapp. Und jetzt kommt der Haken: Am Mittwochabend treffen in der Champions League Barcelona und Atlético Madrid direkt aufeinander. Mindestens ein spanischer Klub scheidet – und das könnte den Deutschen noch einmal ins Trittbrett helfen.

Deutschland hat noch eine außenbahn – aber sie ist schmal
Bayern gegen Real, Freiburg gegen Celta Vigo, Mainz gegen Straßburg – das sind die deutschen Europa-Hoffnungen. Spanien hat mit Betis ein zweites Eisen im Feuer, dazu Rayo Vallecano in der Conference League. Die Rechnung ist simpel: Je mehr spanische Teams scheitern, desto größer die Chance für die Bundesliga, Platz zwei zu erobern. Aber die Zeit läuft. Und Italien sowie Portugal lauern nur 0,6 Punkte dahinter.
Die UEFA teilt die Punkte immer durch die Gesamtzahl der ursprünglich qualifizierten Klubs. England hat neun Teams gestartet, Deutschland sieben. Jeder Sieg, jedes Unentschieden, jeder Bonus für eine Runde weiter zählt – aber eben nur relativ. Deshalb sind nicht nur Bayern-Siege wichtig, sondern auch klare K.o.-Erfolge der verbliebenen deutschen Teams.
England kann sich zurücklehnen. Die Dominanz der Premier League in den europäischen Wettbewerben zahlt sich aus – und das, obwohl Tottenham, Manchester United und Liverpool längst raus sind. Die Breite zählt. Und die hat die Insel wie kaum ein anderer Verband.
Für die Bundesliga bleibt ein kleines Fenster. Es ist nicht zu, aber es zuklappt schnell. Und wenn am Ende doch nur vier Startplätze bleiben, war es wieder einmal ein Krimi – mit deutschem Ende.
