Pokal-halbfinale: schuster setzt auf müller – und schießt berichte zurück!
Freiburg bangt vor dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen Stuttgart, doch Trainer Julian Schuster scheint die Nervosität mit eiserner Hand im Griff zu haben. Während die Gerüchte um eine mögliche Abberufung von Torwart Noah Atubolu an die Öffentlichkeit drängen, verteidigt Schuster seine Entscheidung, im Tor auf Florian Müller zu setzen – und lässt keine Zweifel an seiner Überzeugung.
Müller statt atubolu: eine mutige entscheidung
Wie bereits in den vorherigen Pokalspielen gegen Düsseldorf, Darmstadt und Hertha BSC wird Florian Müller am Donnerstag um 20:45 Uhr (LIVE! bei kicker) im Tor des SC Freiburg stehen. Ein klares Signal des Trainers, der sich in der Pressekonferenz vor dem Spiel in seiner alten Heimat Stuttgart deutlich positionierte. Müller, der von 2021 bis 2023 beim VfB unter Vertrag stand, kehrt nun also in die Landeshauptstadt zurück – und das als Stammkeeper im DFB-Pokal.
Die Entscheidung für Müller ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Atubolu in dieser Saison als unangefochtener Nummer eins im Tor des SC Freiburg glänzte. Schuster betonte jedoch, dass die Leistung von Müller in den vorherigen Runden maßgeblich zu dieser Entscheidung beigetragen habe. „Aus kompletter Überzeugung ist die Entscheidung gefallen“, so der Coach, der auch die Trainingsleistungen und die „Energie, die ich in der Gruppe spüre“ hervorhob.

Atubolus abgang? schuster weist gerüchte zurück
Die Schlagzeilen über einen möglichen Abgang Atubolus, die von kicker verbreitet wurden und von einer „Atubolu-Seite“ sprechen, wischte Schuster mit der Hand. Er konzentriert sich voll und ganz auf die bevorstehende Aufgabe. „Was er forciert, ist seine Leistung“, erklärte Schuster über den 23-Jährigen, dessen „sehr, sehr konstante“ Leistungen er lobte. Die Entwicklung gehe weiter nach oben, und das sei der Fokus des Teams.
Die personelle Situation beim Sport-Club ist angesichts der englischen Woche, in der das Team bereits das Halbfinale der Europa League erreicht hat, bemerkenswert rosig. Lediglich Patrick Osterhage fällt mit seiner Knie-OP aus. Sogar die Langzeitverletzten Daniel-Kofi Kyereh und Max Rosenfelder sind wieder ins Training zurückgekehrt, stehen aber für das Halbfinale in Stuttgart noch nicht zur Verfügung.
Schuster blickt dabei nicht auf die 1:2-Niederlage des SC Freiburg im Jahr 2013 zurück. „Das hilft uns nicht“, sagte er. Stattdessen konzentriert er sich auf das, was er aktuell sieht: ein Team, das vor allem in den K.o.-Spielen im Europapokal überzeugt hat. „Wir brauchen eine Leistung, die an Perfektion rangeht und müssen in vielen Punkten ans Limit gehen“, forderte Schuster, der die hohe Qualität der Offensive des VfB und die euphorische Stimmung der Fans anerkannte.
Die Emotionen und die Rivalität zwischen den beiden Mannschaften überlässt der Coach dabei den rund 6000 Fans, die den Sport-Club nach Stuttgart begleiten. Der Fokus liegt klar auf dem Spiel – und auf dem Pokal.
