Pokalfinale: hoeneß fordert harte strafen nach pyro-show

Berlin – Das DFB-Pokalfinale zwischen Bayern München und dem VfB Stuttgart ging zwar mit 3:0 an die Bayern, doch der sportliche Erfolg wurde von einem erschreckenden Schauspiel überschattet: Pyrotechnik und kritische Banner prägten das Bild im Berliner Olympiastadion. Uli Hoeneß, der Präsident des FC Bayern, zeigte sich wenig begeistert von den Aktionen der Fans und forderte nun drastische Maßnahmen.

Der präsident ist sichtlich angefressen

„Das Spiel war natürlich großartig, aber was die Zuschauer auf beiden Seiten hier veranstaltet haben, ist schlichtweg unverschämt“, äußerte sich Hoeneß bei Sky. Er bemängelte, dass die Rauchentwicklung die Sicht auf das Spielfeld erheblich beeinträchtigte. „Meine Frau hat mir gesagt, sie habe lange Zeit nichts gesehen. Auch ich konnte in der zweiten Halbzeit stellenweise gar nichts erkennen.“ Die Eskalation der Ereignisse, bei der der Schiedsrichter Sven Jablonski das Spiel aufgrund der starken Rauchentwicklung kurzzeitig unterbrechen musste, hat Hoeneß sichtlich verärgert.

Die Fans beider Lager protestierten mit Bannern gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und entzündeten großflächig Pyrotechnik. Hoeneß machte deutlich, dass er solche Aktionen nicht akzeptieren kann: „Wenn die Zuschauer das als ihre Art der Feier betrachten, dann bin ich da nicht mehr dabei.“

Vereine, dfb und politik müssen handeln

Vereine, dfb und politik müssen handeln

Die Situation im Olympiastadion verdeutlichte einmal mehr die Problematik von Pyrotechnik im Fußballstadion. Hoeneß sieht hier dringenden Handlungsbedarf. „Die Vereine, der DFB und die Politik müssen hart durchgreifen, damit solche Unverschämtheiten nicht wieder vorkommen“, forderte er. Es gilt, die Balance zwischen dem Recht auf freie Meinungsäußerung und dem Schutz der Sicherheit und des Spielbetriebs zu finden. Die Bilder vom gestrigen Abend zeigen deutlich, dass die bisherigen Maßnahmen offenbar nicht ausreichend sind.

Die hohe Strafbarkeit von Pyrotechnik im Fußball ist bereits gegeben, doch die Umsetzung und die Konsequenzen für die Täter scheinen oft zu mild. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen nun ergriffen werden, um das Vertrauen in den fairen Ablauf von Fußballspielen wiederherzustellen. Die Zuschauerzahlen sprechen für die Beliebtheit des Fußballs, doch solange solche Vorfälle die Schlagzeilen dominieren, wird der Sport einen Imageschaden erleiden.