Pokal-drama in stuttgart: freiburg hadert mit strittigen pfiffen

Stuttgart – Ein Traum, zerplatzt im Elfmeter-Drama: Der SC Freiburg verpasst den Einzug ins DFB-Pokalfinale knapp gegen den VfB Stuttgart. Doch während die Schwaben den Sieg feiern, nagt bei den Gästen der bittere Nachgeschmack strittiger Schiedsrichterentscheidungen. Ein aberkannter Treffer und fragwürdige Elfmeter-Forderungen lassen die Freiburger Fans lautstark protestieren.

Die umstrittene szene: war das wirklich ein foul?

Die Entscheidung, Lucas Hölers vermeintliches Tor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zu annullieren, sorgt für heftige Diskussionen. Schiedsrichter Tobias Welz pfiff wegen eines Zusammenpralls mit Jeff Chabot ab. „Für mich ist das kein Foul. Das ist in dieser Situation absolut eine Frechheit, das abzupfeifen“, wetterte Höler nach dem Spiel. Auch Trainer Christian Streich konnte sich nicht mit der Entscheidung anfreunden. Die Bilder zeigen, dass der Zweikampf hart, aber eben auch nicht eindeutig foulwürdig war.

Die Freiburger waren sich einig: Die Entscheidung des Schiedsrichters war fragwürdig, und sie hatte direkten Einfluss auf den Spielverlauf. „Wenn das ein Foul ist, kann ich hier und heute meine Karriere beenden“, kommentierte der erfahrene Linksverteidiger Christian Günter die Situation.

Aber es gab noch mehr Anlass zur Kritik. Bereits in der ersten Hälfte hatte Freiburg einen Elfmeter gefordert, nachdem Angelo Stiller im Zweikampf mit Maximilian Eggestein zu Fall gekommen war. Auch diese Situation blieb umstritten und führte zu lautstarkem Protest der Freiburger Anhänger.

Undav schießt stuttgart ins finale – und kritisiert den gegner

Undav schießt stuttgart ins finale – und kritisiert den gegner

Trotz der strittigen Entscheidungen war der VfB Stuttgart am Ende das glücklichere Team. Deniz Undav, der selbst in der Vergangenheit für seine Emotionen auf dem Platz bekannt war, übte deutliche Kritik an der Leistung des SC Freiburg. „Wir haben uns das erarbeitet. Freiburg hat versucht, sich über den Schiedsrichter zu beschweren, aber wir waren die bessere Mannschaft“, so Undav nach dem Spiel. Er verdeutlichte zudem seine Unzufriedenheit mit dem Schiedsrichter: „Ich mag den eh nicht.“

Tiago Tomas sorgte mit seinem Traumtor in der Verlängerung für die endgültige Entscheidung. Der VfB Stuttgart kann nun von der Titelverteidigung träumen und trifft im Finale auf den FC Bayern München.

Die Niederlage schmerzt für den SC Freiburg, der sich in dieser Saison bereits mehrfach gegen vermeintliche Ungerechtigkeiten gewehrt hat. Ob die Schiedsrichterentscheidungen tatsächlich ausschlaggebend für das Pokal-Aus waren, sei dahingestellt. Fakt ist: Die Freiburger gehen mit einem bitteren Gefühl nach Hause und werden sich wohl noch lange an den strittigen Pfiffen in Stuttgart ärgern.