Pokal-drama in freiburg: undav profitiert, schuster tobt!

Der SC Freiburg verließ das DFB-Pokal-Halbfinale gegen den VfB Stuttgart mit einem Gefühl der Ungerechtigkeit und tiefen Enttäuschung. Während Deniz Undav den Einzug seines Teams ins Finale feierte, nagt ein strittiger Moment an der Glaubwürdigkeit des Turniers – ein aberkannter Treffer, der selbst den Stürmer des VfB irritierte.

Die szene, die freiburg schockierte

Die szene, die freiburg schockierte

In der Verlängerung, kurz nach Beginn, traf Lucas Höler für Freiburg zum vermeintlichen 2:1. Doch Schiedsrichter Tobias Welz pfiff den Treffer ab, da er einen angeblichen Körperkontakt von Höler mit dem fallenden VfB-Verteidiger Jeff Chabot sah. Eine Entscheidung, die auf dem Platz und in der Sportschau für heftige Kritik sorgte.

Trainer Julian Schuster ließ seiner Frustration freien Lauf: „Ich weiß nicht, warum man da abpfeifen muss. Das ist ein reguläres Tor! Entschuldigung, das ist kein Foul. Das tut weh.“ Auch Höler selbst widersprach der Entscheidung: „Das wegzupfeifen, ist eine Frechheit, das ist niemals ein Foul. Mit dem Schubser muss Chabot nicht zu Boden gehen.“

Die Reaktionen der Spieler waren ähnlich euphorisch wie die des Trainers. Matthias Ginter, ehemaliger Weltmeister, betonte die Ungereimtheit: „Es wird bei drei Meter Abseits weitergespielt, dann lass hier auch weiterspielen. Dann kannst du es danach immer noch zurücknehmen. In der Szene abzupfeifen vor dem Abschluss, ist einfach nicht richtig. Es ist eine Fehlentscheidung.“ Christian Günter, Abwehrspieler des SC, ging sogar noch weiter: „Wenn das ein Foul ist, kann ich hier und heute meine Karriere beenden. Das ist wirklich gar nichts.“

Deniz Undav, der Nutznießer der umstrittenen Situation, gab zwar die Freude über den Einzug ins Finale zu, konnte die Irritation aber nicht ganz verbergen. „Das ist nie und nimmer ein Foul. Ich wäre als Stürmer ausgerastet“, erklärte er bei Sky. „Glück für uns, Pech für Freiburg.“

Die Entscheidung des Schiedsrichters wirft ein schlechtes Licht auf die Konsistenz der Schiedsrichterarbeit und lässt den SC Freiburg mit dem bitteren Gefühl zurück, dass ihnen ein verdienter Pokalsieg durch eine fragwürdige Entscheidung genommen wurde. Die Zuschauerzahlen werden es zeigen, aber die Atmosphäre im Stadion wird lange nachklingen.