Pogacar jagt rekorde: 16 renntage bis zur tour-krönung

Siena, Samstag. Die weißen Schotterpisten der Toskana warten auf Tadej Pogacar — und Pogacar wartet auf niemanden. Der Slowene startet bei der 20. Auflage der Strade Bianche in seine Saison 2026, und schon am ersten Renntag des Jahres steht ein Gedenkstein an der Strecke, der seinen Namen trägt. Kein Witz: An Sektor 13, dem Colle Pinzutto, erinnert ein Pogacar-Stein daran, wo er im Vorjahr Tom Pidcock abgehängt hat. Der Mann ist 27 Jahre alt, und die Toskana baut ihm schon Denkmäler.

Der stein an der strecke sagt alles

Dreimal hat Pogacar die Strade Bianche bereits gewonnen — genau so oft wie die Schweizer Legende Fabio Cancellara. Ein vierter Sieg am Samstag wäre der Alleinrekord. Und wer die letzten zwei Ausgaben dieses Rennens gesehen hat, weiß: Eher unwahrscheinlich ist das nicht. 2024 fuhr er 80 Kilometer allein durch die Frühjahrssonne, 2025 ließ er Pidcock stehen wie einen Anfänger. Das Muster wiederholt sich.

Die Strecke selbst ist brutal. 14 Sektoren, zusammen 64 Kilometer Schotter, Staub und Steigungsgrade, die Beine verbrennen. Der Zieleinlauf führt hinauf auf die Piazza del Campo mitten in Siena. Wer dort als Erster ankommt, hat nicht nur gewonnen — er hat gelitten wie kaum einer sonst.

Isaac del toro: der neue pogacar, der noch warten muss

Isaac del toro: der neue pogacar, der noch warten muss

Neu in Pogacars UAE-Team ist Isaac del Toro. Der Mexikaner ist 22, hat bereits 24 Rennen gewonnen und gilt intern als das nächste große Ding. Im Herbst 2024 gewann er neun von 15 Rennen in Serie. Pogacar selbst schwärmte im Dezember-Trainingslager: „Vielleicht ist er sogar noch besser als ich. Er geht seinen eigenen Weg, er hat seinen eigenen Stil. Ich bewundere ihn als Fahrer und als Mensch.