Pogacar dominiert in den pyrenäen: tour de france vorzeitig entschieden?

Tadej Pogacar hat mit einer beeindruckenden Vorstellung in den Pyrenäen die Tour de France 2026 de facto entschieden. Ein Machtdemonstration ohnegleichen, bei der der Slowene seine Konkurrenten in Grund und Boden fahren ließ und die Frage aufwirft, ob es überhaupt noch eine Chance für die Verfolger gibt.

Ein bergmassaker: pogacar setzt die segel

Die ersten großen Anstiege der Tour – Aspin, Tourmalet und die Premiere von Gavarnie-Gèdre – bildeten eine atemberaubende Kulisse, die Pogacar jedoch nur als Bühne für seine Überlegenheit nutzte. Keine Ankündigung, kein großes Brimborium – einfach ein unerbittlicher Rhythmus, den sein Team, die UAE Team Emirates-XRG, vorgab. Isaac del Toro sorgte für den entscheidenden Impuls, und die schiere Dominanz Pogacars begann sich für das restliche Peloton zu einer unangenehmen Realität zu entwickeln.

Schon Carlos Barredo hatte in Radio MARCA gewarnt: „Diese Etappe so früh im Rennen, mit Pogacar im Rennen, könnte die Tour entscheiden.“ Seine Worte trafen zu. Das UAE Team Emirates hatte den Boden sorgfältig vorbereitet. Politt, Wellens, Grossschartner, McNulty, Adam Yates, Del Toro – eine Mauer aus Helfern, die eine nach dem anderen die Konkurrenz zermürbte. Zuerst fielen die Domestiken, dann begannen sich Risse zwischen den Favoriten zu zeigen. Torstein Traeen im Gelben Trikot hatte bereits im ersten ernsthaften Test zu kämpfen.

Cian Uijtdebroeks, noch gezeichnet von den Strapazen der vergangenen Tage, konnte dem Tempo ebenfalls nicht standhalten und musste abreißen lassen. Juan Ayuso hielt sich im Verfolgerfeld, doch die Atmosphäre der Vorentscheidung hing bereits in der Luft, lange bevor La Mongie in Sicht kam.

Tourmalet als richter: die schere geht auf

Tourmalet als richter: die schere geht auf

Der Tourmalet, der stets als unerbittlicher Richter fungiert, tat genau das. Die UAE-Mannschaft zerlegte das Peloton der Favoriten Stück für Stück, bis nur noch eine Handvoll Überlebender übrigblieb. Visma-Lease a Bike wirkte erschöpft, Red Bull Racing stotterte. Einer nach dem anderen gaben die großen Namen auf. Vingegaard hielt sich zwar noch an die Spitze, doch man sah ihm an, dass jeder Meter nun mehr Kraft kostete.

Pogacar hingegen fuhr geschützt, ruhig, mit dieser unheilvollen Gelassenheit, die einen Sturm ankündigt, bevor überhaupt der erste Blitz einschlägt. Der Ausbruch kam auf dem Weg nach La Mongie. Del Toro erhöhte den Druck, das Feld zerbrach, und Pogacar fand sich plötzlich allein an der Spitze wieder. Ohne Posaune, ohne Blick zurück, ohne ein Wort über die Lippen – er schaltete einen Gang höher, und die Tour zerbrach dort, wo sie schon so oft zerbrach.

Nur Vingegaard konnte mit einer gewissen Würde reagieren, ließ seine Helfer ziehen und setzte selbst zur Verfolgung an. Endlich war das Duell, das alle Wochen lang herbeigesehnt hatten, Realität.

Ein rhythmus, der zermürbt

Ein rhythmus, der zermürbt

Hinter Pogacar herrschte das Bild eines Schiffbruchs. Seixas, Lipowitz und Del Toro versuchten vergeblich, den Schaden zu begrenzen. Evenepoel, Ayuso, Skjelmose, Lenny Martinez – alle verloren Boden in einer Etappe, die keine Gnade kannte.

Remco, der mit penibel abgestimmtem Gewicht zum Tourmalet kam, in der Hoffnung, seine Geschichte mit diesem Anstieg zu verändern, sah sich erneut einer Bergwelt gegenüber, die ihm widerstrebt. Es war kein totaler Zusammenbruch, aber ein weiterer Weckruf: die Tour lässt keine Gnade kennen, weder körperlich noch mental. Pogacar krönte den Tourmalet mit einem Rennen, das praktisch entschieden war, und Vingegaard als einzigen sichtbaren Rivalen am Horizont.

Der Däne gab zwar nicht auf, sondern nahm die Verfolgung in Solobewegung auf, um zu verhindern, dass die Show des Slowenen endgültig zu einer Vorentscheidung wurde. Doch das Bild war bereits festgehalten: Pogacar vorn, Vingegaard kämpfend dahinter, und alle anderen versuchten, zu überleben, was noch von der Etappe übrig war. Faltaba todavía el descenso hacia Luz-Saint-Sauveur y la subida final, inédita, hasta Gavarnie-Gèdre, un anfiteatro natural tan hermoso como despiadado después de más de 4.000 metros de desnivel acumulado. Ahí, con las piernas pesadas y el eco del Tourmalet todavía resonando, Pogacar remató una jornada de las que cambian el tono de una carrera entera.

Neuer rekord

Die Tour verließ die Pyrenäen mit einer neuen Gewissheit: Pogacar ist nicht gekommen, um einen Vorsprung zu verwalten, sondern ihn zu errichten. Und wenn der Slowene in die Berge geht, verwandelt sich die Tour von einer Summe von Etappen in eine Jagd.

Tadej ist unaufhaltsam.

Pogacar schreibt geschichte

Pogacar schrieb auch am Tourmalet Geschichte. Der Slowene stellte mit einer Zeit von 43:12 einen neuen Rekord auf dem legendären Anstieg auf, und unterbot damit die Marke von Jonas Vingegaard aus dem Vorjahr um 2:23 Minuten (45:35). Ein weiterer Schlag des Champions, der die erste große Bergprüfung der Tour 2026 zu einer Demonstration für die Ewigkeit machte.