Pogacar dominiert die pyrenäen: gelbes trikot im griff!

Tadej Pogacar hat bei der ersten großen Bergetappe der Tour de France 2026 eine Demonstration seines Könnens hingelegt und sich das begehrte Gelbe Trikot zurückerobert. Der Slowene distanzierte seine Konkurrenten auf dem Col du Tourmalet und schickte eine klare Botschaft an das Peloton: Er ist der Mann, den man im Auge behalten muss.

Uae-attacke setzt vingegaard unter druck

Uae-attacke setzt vingegaard unter druck

Schon früh wurde deutlich, dass Pogacar in einer eigenen Liga spielte. Zusammen mit seinem Teamkollegen Isaac del Toro startete er rund fünf Kilometer vor der Passhöhe eine Attacke, die das Rennen völlig neu definierte. Während andere Fahrer versuchten, mitzuhalten, baute Pogacar seinen Vorsprung kontinuierlich aus und demonstrierte eine Stärke, die kaum zu überbieten war. Der Abstand zu Jonas Vingegaard, der zwar versuchte, zu kontern, wuchs im Verlauf des Tages auf über zwei Minuten.

Der Däne konnte zwar noch am Tourmalet einen Abstand von 30 Sekunden begrenzen, doch im Ziel deutete die Differenz von 2:38 Minuten auf eine klare Hierarchie hin. Del Toro sicherte sich zudem den dritten Platz und damit die letzte Zeitgutschrift im Ziel, was den Triumph für das Team UAE noch unterstrich. Remco Evenepoel landete zeitgleich auf dem vierten Platz, gefolgt von Paul Seixas, Florian Lipowitz und Juan Ayuso, die weitere 19 Sekunden zurücklagen.

Ein bitterer Tag für Torstein Träen

Für den ehemaligen Träger des Gelben Trikots, Torstein Träen, war es ein denkwürdiger, aber alles andere als positiver Tag. Er verlor früh den Anschluss und zahlreiche Minuten. Ein Sturz in der Abfahrt setzte dem noch die Krone auf, wodurch er weiter zurückfiel. Die Hoffnung auf das Gelbe Trikot ist damit für ihn geplatzt.

Lenny Martinez und Valentin Paret-Peintre zeigten auf der 6. Etappe, dass sie im Kampf um das Bergtrikot, das „maillot à pois“, ernstzunehmende Kandidaten sind. Ihr Sprint um den Bergpreis am Col d’Aspin deutet auf eine spannende Konkurrenz in den kommenden Kletteretappen hin.

Auch Mads Pedersen sorgte für Überraschungen. Der Däne startete in der flachen Anfangsphase eine Attacke, die er bis zum Zwischensprint durchzog und sich damit weitere Punkte im Kampf um das Grüne Trikot sicherte und seine Führung weiter ausbaute. Derweil musste Cian Uijtdebroeks, der als Top-Ten-Kandidat ins Rennen gegangen war, aufgrund von Krankheit aufgeben.

Mit einem Vorsprung von 2:42 Minuten auf Vingegaard und 3:27 Minuten auf del Toro untermauert Pogacar seine Position als klarer Favorit für den Gesamtsieg. Die Tour de France geht am Freitag mit einer Flachetappe in Bordeaux weiter, wo sich Sprinter wie Max Kanter, Phil Bauhaus und Pascal Ackermann beweisen können. Die Hitze stellt die Teams weiterhin vor Herausforderungen, und die Suche nach Lösungen geht weiter.

Pogacars Sieg ist mehr als nur ein Etappenerfolg; es ist ein Statement. Die Dominanz des Slowenen in den Pyrenäen zeigt, dass er bereit ist, die Tour de France 2026 zu seinem eigenen zu machen. Nur die Zeit wird zeigen, ob Vingegaard und die anderen Konkurrenten in der Lage sein werden, dem Weltmeister Paroli zu bieten.