Pogačar demoliert das feld: 16 sekunden vorsprung auf vingegaard bei pyrenäen-hammer

Tadej Pogačar hat geliefert, was die Pyrenäen versprochen haben. Der slowenische Überflieger von UAE Team Emirates – XRG fuhr am Col de Tourmalet allen davon, schüttelte sogar den sonst so zähen Jonas Vingegaard ab und übernahm damit die alleinige Führung in der Gesamtwertung der 113. Tour de France. Die 16 Sekunden, die dem Dänen von Visma | Lease a Bike am Ende fehlten, wirken im Kontext eines solchen Massakers wie eine Ewigkeit.

Wie der col d'aspin zur vorschau auf das grauen wurde

186 Kilometer, 4.100 Höhenmeter – die Zahlen auf dem Papier täuschen. Die Realität war schlimmer. Bereits am Col d'Aspin, zwölf Kilometer mit durchschnittlich 6,5 Prozent Steigung, begann das Auseinanderdividieren. Wer hier schon unter Druck geriet, wusste: Der Tourmalet wartet, 17,1 Kilometer mit 7,3 Prozent, ein Monument der Leidenschaft, das schon Eddy Merckx und Lance Armstrong zermürbt hat.

Pogačar ließ keine Zweifel aufkommen. Seine Attacke am oberen Ende des Tourmalet war klinisch, fast lässig. Vingegaard versuchte zu folgen, verlor aber Meter um Meter. Die sechs Sekunden Rückstand auf der Passhöhe dehnten sich auf der langen Abfahrt nach Luz-Saint-Sauveur und der anschließenden Schlusssteigung nach Gavarnie-Gèdre auf über eine Viertelminute aus.

Die verlierer des tages sprechen eine deutliche sprache

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Hinter dem Duo, das diese Tour seit Wochen beherrscht, klaffte eine Lücke, die an Katastrophe grenzt. Remco Evenepoel, der junge Belgier, der so gern mit den Großen spielen wollte, verlor 8 Minuten und 16 Sekunden. Vier Sekunden mehr als sein Teamkollege bei Red Bull – BORA – hansgrohe. Die Hoffnung auf Gelb ist damit begraben.

Noch dramatischer das Schicksal von Juan Ayuso, Pogačars eigener Helfer bei UAE. Acht Minuten und 17 Sekunden Rückstand – eine Demütigung für einen Fahrer, der als Kapitän gehandelt wurde. Die Teamstrategie liegt nun allein auf den Schultern des Slowenen, der das offenbar ohne mit der Wimper zu zucken verkraftet.

Der Norweger Torstein Træen von Uno-X Mobility überlebte als Sieger des Tages aus der Flucht heraus, doch das ist Nebensache. Die Tour wird in den Bergen entschieden, und hier hat Pogačar erneut seine Visitenkarte hinterlassen. 7 Minuten und 53 Sekunden Vorsprung auf Vingegaard in der Gesamtwertung – bei noch neun Bergankünften.

Die Pyrenäen haben gesprochen. Pogačar hat zugehört – und geantwortet.