Podolski verteidigt undav: "kein zweiter podolski, aber."
Vor dem entscheidenden Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador hat sich Lukas Podolski in die Debatte um Deniz Undav eingeschaltet. Der WM-Held wies Vergleiche zurück, lobte aber dessen positive Ausstrahlung im Team – ein Detail, das über sportliche Leistungen hinausgeht.
Die lockerheit, die zählt
Die Frage, ob Deniz Undav dem Kader des DFB-Teams etwas hinzufügen kann, beschäftigt die Fans und Experten gleichermaßen. Lukas Podolski, der seine eigene erfolgreiche Zeit im Nationaltrikot bestens kennt, sieht Parallelen zu seiner eigenen Persönlichkeit. „Es gibt keinen zweiten Podolski“, betonte der ehemalige Nationalspieler in einem Interview mit t-online. „Aber er bringt eine gewisse Lockerheit, Humor und Witz rein. Das ist immer wichtig, unabhängig davon, ob er spielt oder nicht.“ Podolski schien die Bedeutung einer positiven Atmosphäre im Team hervorzuheben, in der jeder Einzelne seinen Beitrag leisten kann.
Was niemand so recht beachtet, ist die Fähigkeit, eine entspannte Stimmung zu verbreiten. Gerade in der heißen Phase eines Turniers kann das Gold wert sein. Podolski, der selbst stets für einen lockeren Spruch bekannt war, weiß, wie wichtig es ist, „dass man verschiedene Typen hat, dass man einen Teamgeist entwickelt und dass man sagt: Jungs, jetzt ist es soweit, jetzt packen wir das Ding.“

Der weg macht den charakter
Podolski relativierte zudem die Diskussion über Undavs späten Aufstieg in den Profifußball. „Miro Klose ist ja auch einen ähnlichen Weg gegangen“, erinnerte er. „Entweder du hast das oder nicht. Bei Deniz ist das nicht gestellt oder irgendwie dahingesagt. Er ist einfach so. Damit tut er der Nationalmannschaft gut.“ Es scheint, als ob Podolski in Undav einen Charakter erkennt, der sich durch Authentizität auszeichnet – eine Qualität, die in einem internationalen Turnier von unschätzbarem Wert sein kann.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat indes bereits angekündigt, dass Undav auch im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador voraussichtlich nur von der Bank kommen wird. Die Entscheidung ist getroffen, auch wenn Podolski die positiven Eigenschaften des jungen Stürmers betont. Die WM-Fieber steigt, und die Spannung vor dem entscheidenden Spiel ist greifbar.