Podolski lobt wirtz und neuer: „er kann den unterschied machen“
Die deutsche Fußballnationalmannschaft steht vor einer neuen Ära, und Lukas Podolski, der gebürtige Mannheims, hat in einem Gespräch mit dem SID seine Erwartungen an die jungen Talente und Routiniers des Teams deutlich gemacht. Besonders hervorhebt der Ex-Weltmeister Florian Wirtz und Manuel Neuer – zwei Spieler, die für den Erfolg bei der anstehenden WM in den USA, Mexiko und Kanada entscheidend sein könnten.
Wirtz als hoffnungsträger: eine rolle wie 2006?
Podolski sieht in Florian Wirtz einen Spieler, der „den Unterschied machen“ kann. Er erinnert an seine eigene Rolle im „Sommermärchen“ 2006, als er als einer der Shootingstars des Turniers hervortrat und mit drei Toren und seiner spielerischen Klasse überzeugte. „Ich hoffe, dass er das bei der WM zeigen kann und vielleicht in eine Rolle schlüpft, wie ich sie 2006 hatte“, so Podolski. Die Wahl des damals jungen Angreifers zum „besten jungen Spieler“ des Turniers, vor Größen wie Lionel Messi und Cristiano Ronaldo, unterstreicht das immense Potenzial, das in Wirtz schlummert.
Die deutsche Mannschaft zählt zwar zu den Titelkandidaten, aber Podolski warnt vor Überheblichkeit: „Es wird nicht einfach. Andere Mannschaften sind auch stark.“ Nach den „katastrophalen“ letzten Weltmeisterschaften fordert er vor allem Zusammenhalt, Teamgeist und einen unbedingten Willen, der sich im Turnier entwickeln muss. Das Team muss zeigen, dass es aus seinen Fehlern gelernt hat und bereit ist, alles zu geben.

Neuer: mehr als nur ein torwart
Besonders ansprechend findet Podolski die Rückkehr von Manuel Neuer. „Für mich ist er der beste Torwart, den es gibt oder vielleicht jemals gab“, schwärmt er. Es sei nicht nur seine herausragende Leistung, sondern auch seine Ausstrahlung und Erfahrung, die der Mannschaft enorm viel geben würden – sowohl auf als auch neben dem Platz. Ein Anführer wie Neuer sei gerade in entscheidenden Momenten unbezahlbar.
Schade findet Podolski, dass Said El Mala, ein vielversprechendes Talent aus seinem Jugendklub 1. FC Köln, das WM-Ticket verpasst hat. „Er kann mit seinen Dribblings und seiner Unbekümmertheit den Unterschied machen. Ich hätte lieber so einen Offensivspieler auf der Bank, den man reinwerfen kann“, erklärt Podolski. Dennoch ist er zuversichtlich, dass El Mala aus dieser Erfahrung lernen und beim nächsten Turnier wieder dabei sein wird.
Die kommende Weltmeisterschaft wird zeigen, ob die deutsche Mannschaft unter dem Druck der Erwartungen bestehen kann. Podolski, der selbst die Höhen und Tiefen des internationalen Fußballs erlebt hat, blickt erwartungsvoll auf das Turnier. Die Qualität der Mannschaft und das Potenzial der einzelnen Spieler lassen hoffen – eine erfolgreiche WM ist durchaus im Bereich des Möglichen, vorausgesetzt, die Spieler ziehen an einem Strang und zeigen den unbedingten Willen zum Sieg. Die Fans dürfen gespannt sein.
