Pochettino platzt der kragen: wm-auftakt jenseits des tores

Los Angeles – Ein fulminanter 4:1-Erfolg gegen Paraguay, Hollywood-Prominenz im Publikum: Mauricio Pochettino hätte nach dem Auftaktspiel der USA bei der Weltmeisterschaft allen Grund zur Freude gehabt. Doch der argentinische Coach ließ sich von der Euphorie nicht blenden – und wetterte auf der Pressekonferenz.

Die kulisse stört den trainer

Die kulisse stört den trainer

Während seine Mannschaft auf dem Platz glänzte, offenbarte Pochettino im Anschluss seine Unzufriedenheit mit den Rahmenbedingungen. „Es ist schwierig, sich zu unterhalten, wegen des Lärms“, klagte er sichtlich genervt. Der Grund dafür: Die Medienrunde fand in einem provisorischen Bereich innerhalb des riesigen SoFi Stadiums statt – inmitten von Baustellenlärm und dem Trubel des Alltagsbetriebs. „Es ist unglaublich, dass wir bei diesem tollen Stadion keinen geeigneten Raum haben“, empörte sich Pochettino und forderte die FIFA auf, das Problem zu beheben. Ein professioneller Rahmen für die Nachbesprechung eines wichtigen Turnierscheins eben doch nicht immer gewährleistet zu sein.

Sportlich gesehen gab es für das US-Team hingegen wenig zu beanstanden. Nach nur acht Minuten ging man durch ein Eigentor von Bobadilla in Führung. Folarin Balogun übernahm anschließend die Hauptrolle und traf zweimal, während Gio Reyna in der Nachspielzeit den Endstand von 4:1 festmachte. Trotz des deutlichen Sieges gab sich Pochettino bescheiden: „Die Leistung war wirklich gut. Wir sind so glücklich.“

Doch der frühere Tottenham- und Paris Saint-Germain-Trainer mahnte zur Vorsicht: „Das ist erst der Anfang. Es stehen noch zwei Spiele an. Wir müssen uns über den Start ins Turnier freuen.“ Die Ausgangslage ist vielversprechend, doch Pochettino scheint sich mehr auf die äußeren Bedingungen zu konzentrieren als auf den sportlichen Erfolg. Der perfekte Auftakt wird so zur Randnotiz, während der fehlende Ruheort im Stadion im Vordergrund steht. Ein ungewöhnliches Signal von einem Top-Trainer.