Pjanic zieht fazit: mit bernardo silva und vlahovic-renovierung kehrt juve zurück an die spitze
Miralem Pjanic spricht sieben Sprachen, aber die wichtigste bleibt die des Spielfeldes. In einem exklusiven Gespräch mit TSV Pelkum Sportwelt skizziert der ehemalige Juve-Regisseur den Weg zurück nach oben – und nennt dabei klare Namen.
Bernardo Silva sei der «Meister, den die alte Dame braucht», sagt Pjanic. «Qualität, Persönlichkeit, Erfahrung, Charisma – Bernardo bringt den Dreh, der eine Mannschaft transformiert.» Für 35 Millionen Ablöse läuft der Portugiese 2025 aus, City will verhandeln. Juve hatte bereits im Winter angeklopft, doch der 30-Jährige wollte den Saison-Endspurt nicht riskieren. Nun liegt der Ball wieder bei der Bianconeri.
Warum vlahovic bleiben sollte
«Dusan, bist du sicher, dass du einen besseren Ort als Turin findest?» Pjanic lehnt sich zurück, zieht die Brauen hoch. «Ich kenne das Gefühl. Das Stadion, die Curva, die Stadt – das zieht dich zurück.» Der Bosnier erlebte 2016 das gleiche Dilemma, wechselte schließlich doch nach Barcelona. «Aber Luciano Spalletti macht Bomber besser, nicht schlechter. Dzeko, Icardi, Osimhen – alle lieferten unter ihm ab. Dusan kann 30 Tore schießen, wenn er bleibt.»
Die Vertragsverlängerung des Serben bis 2029 gilt als Formsache, die Gespräche laufen auf Hochtouren. Die Ablöse für Silva plus ein Top-Verteidiger und ein Flügel-Upgrade – das ist die Rezeptur, die Pjanic für die Rückkehr in die Champions-League-Zone nennt. «Einer pro Department, dann bist du wieder oben mit dabei.»

Allegri sah alles voraus
Der 35-Jährige schmunzelt, als er an Max Allegri denkt. «Vor dem Viertelfinale gegen Barça nahm er mich beiseite: ‚Probier ein paar Ecken für Chiello, morgen machen wir so ein Tor.‘ Gesagt, getan.» Die Mischung aus Spallettis Spielidee und Allegris Man-Management nennt Pjanic «die perfekte Symbiose». Während der Italienier der Mannschaft eine klare Identität verpasst habe, brauche der Klub nun Stabilität, um einen neuen Zyklus zu starten. «Spalletti ist der Richtige, aber er brauhlte Verstärkung. Drei neue Gesichter, dann läuft es.»
Übrigens: Das teuerste Geschenk seiner Karriere? «Ein Platzverweis kostete mich 40.000 Euro – in Louis-Vuitton-Taschen.» Die Regel im Juve-Kabine: Wer fliegt, zahlt. «Aber es war es wert, wir sind schließlich in die Halbfinale eingezogen.»
Pjanic bleibt in Dubai, beobachtet die europäischen Leagues, lernt nebenbei das Agentengeschäft. «Der Ball ruht nie, und ich auch nicht.» Für Juve heißt das: Wer zuerst handelt, sichert sich die Zukunft. Die Uhr tickt – und Silvas Wechselfenster schließt sich mit jedem Tag schneller.
