Pisa schwimmt im abstiegsstrudel – cagliari kann die rettung versiegeln

Am Sonntag um 15 Uhr droht dem Tabellenletzten Pisa die vorletzte Demütigung: gegen das schon fast gerettete Cagliari fehlt den Toskanern jede Fehlermarge. Wer die Saisonstatistik aufmacht, erkennt sofort: 15 Punkte, 20 Tore, null Selbstvertrauen – das ist kein Formtief, das ist ein Grab.

Die quote lügt nicht: buchmacher sehen pisa auf verlorenem posten

Die Wettbüros lassen kein Blatt vor den Mund. Doppelte Chance X2 für Cagliari steht bei 1,48 – ein Wert, der im Klartext heißt: Die Niederlage der Hausherren gilt als wahrscheinlicher als jeder andere Ausgang. Selbst ein Remis reicht den Sardinen, um den Abstiegskampf endgültig zu enteisen.

Interessant: In drei Heimspielen gegen Cagliari kassierte Pisa in der Serie A noch kein Gegentor. Doch diese Statistik stammt aus längst vergessenen Tagen. Aktuell zählt allein der Blick auf die letzten vier Partien – alle verloren, alle mit leeren Händen.

Michael folorunsho und der kurze atem des mittelfelds

Michael folorunsho und der kurze atem des mittelfelds

Wer den Mittelfeldspieler der Gäste beobachtet, erkennt die Marschroute: Folorunsho presst früh, zieht die Zentrale auseinander und eröffnet Räume für die Außenbahn. Seine Dynamik könnte das zarte Pisa-Gerüst zum Einsturz bringen – schließlich kassierte die Defensive schon 17 Gegentore in den vergangenen sieben Spielen.

Trainer Hiljemark wechselte in dieser Woche dreimal die Startformation, doch keine Neuausrichtung verhinderte das nächste Debakel. Die Mannschaft wirkt wie ein Puzzle, bei dem die Eckstücke fehlen – und jetzt soll ausgerechnet Cagliari die fehlenden Siege liefern?

Für die Gäste ist die Rechnung simpel: drei Punkte, und der Vorhang fällt für die Verfolger. Danach dürfen sie selbst die Play-out-Hitze mit Popcorn verfolgen. Für Pisa bleibt nur noch ein halbes Wunder – oder der Gang in die Serie B, der schon längst beschlossene Sache wirkt.