Pietreczko brilliert in frankfurt: triumph trotz dartitis und medienkritik
Frankfurt am Main – Ricardo Pietreczko hat beim World Cup of Darts in Frankfurt eine beeindruckende Leistung gezeigt und damit Zweifel an seinen Fähigkeiten nach schwierigen Wochen im vergangenen Monat ausradiert. Gemeinsam mit Martin Schindler sorgte das deutsche Duo für frenetischen Jubel in der Eissporthalle, während sie die Philippinen mit 4:0 schossen.
Schindler verteidigt „pikachu“ nach heftiger kritik
Der Sieg war nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein Statement im Umgang mit medialer Kritik. Schindler ließ nach dem Match keine Zweifel daran, dass Pietreczko diesen Erfolg verdient hat und forderte Respekt von Medien und Experten. „Er hat sich diesen Platz verdient und das über viele, viele Jahre Dartspielen. Das sollten viele Leute, auch in den Medien, respektieren“, betonte der 29-Jährige. Die Behandlung von Pietreczkos Problemen sei oft anmaßend und respektlos gewesen.
Die Dartitis, ein Zustand, der Dartsportler durch psychische Blockaden beeinträchtigt, hatte Pietreczko in den letzten Monaten schwer zu kämpfen gemacht. Schindler lobte dessen Kampfgeist: „Er kämpft wirklich sehr, sehr gut und sehr, sehr stark gegen diese Probleme.“

Mentalcoach und fan-support als schlüssel zum erfolg
Pietreczko selbst räumte ein, dass ihm sein Mentalcoach Johannes maßgeblich geholfen habe, seine Form wiederzufinden. „Ich glaube, damit hat tatsächlich auch mein Mentalcoach Johannes sehr, sehr viel zu tun. Er hat dazu beigetragen, dass ich wieder so werfe, wie ich jetzt werfe, und dass ich das vom Kopf her wieder hinbekomme“, erklärte er.
Die Unterstützung der rund 1500 Fans in der ausverkauften Eissporthalle trug ebenfalls zu seiner Leistung bei. „Natürlich hat das Publikum sehr, sehr viel damit zu tun. Aber auch die Harmonie zwischen Martin und mir auf der Bühne passt einfach. Ich glaube, dadurch bin ich immer noch ein bisschen lockerer“, so Pietreczko. Die Atmosphäre in der Halle war elektrisierend, und Pietreczko konnte sich davon beflügeln lassen.

Klarstellung und zielansage für das turnier
Mit einem selbstbewussten Grinsen verkündete Pietreczko seine Ambitionen: „Ich bin da, um das Turnier zu gewinnen.“ Schindler hingegen zeigte sich bescheidener und konzentriert auf das nächste Spiel gegen Neuseeland. „Wir konzentrieren uns jetzt auf Neuseeland. […] Wir müssen noch einmal sehr gut spielen, um die beiden zu schlagen. Darauf konzentrieren wir uns beide. Alles Weitere kommt danach.“ Das Duell gegen Tata und Robb am Freitag verspricht Spannung.
Die großen Darts-Nationeng wie England, Schottland, Nordirland und die Niederlande sind als gesetzte Teams bereits für die K.o.-Runde qualifiziert. Ob Deutschland da mitmischen kann, hängt von der Leistung gegen Neuseeland ab. Die Augen sind auf Pietreczko gerichtet – ein Spieler, der bewiesen hat, dass er auch nach schweren Zeiten wieder zurückkehren kann.
