Pfeiffer: ehe, marathon-training und olympia-träume!
Esther Pfeiffer, deutsche Speerwurf-Hoffnung, hat im exklusiven Sport1-Interview einen seltenen Einblick in ihr Leben und ihre Karriere gewährt. Die 28-Jährige spricht offen über ihren Ehemann Hendrik Pfeiffer, die gemeinsamen Herausforderungen und ihre ehrgeizigen Ziele für die Olympischen Spiele.
Die entscheidende begegnung mit hendrik pfeiffer
Pfeiffer blickt zurück auf eine beeindruckende Entwicklung, die maßgeblich durch die Begegnung mit Hendrik Pfeiffer, ebenfalls ein namhafter Marathonläufer, beeinflusst wurde. „Zuvor hatte ich weder ein optimales Trainingsumfeld noch einen passenden Coach“, gesteht sie. Die gemeinsame Zeit und das gegenseitige Anspornen haben ihr zu einem Leistungssprung verholfen. Von Menschen, die besser sind als man selbst, lernt man – und genau das habe ich getan.“

Das leben als leistungspaar: ein balanceakt
Das Leben als Spitzensportlerin und Ehefrau im Laufsport ist alles andere als einfach. Pfeiffer beschreibt, wie wichtig das gegenseitige Verständnis ist, insbesondere angesichts der hohen Trainingsbelastung. „Ohne meinen Mann könnte ich mir das in dieser Form nicht vorstellen. Der Laufsport ist inzwischen so professionell, dass man mindestens zweimal täglich trainieren muss.“ Der Long Run, eine wöchentliche Einheit, die ihren Körper an seine Grenzen bringt, wird gemeinsam absolviert. Das gemeinsame Leben und die Trainingslager in Kenia schaffen eine einzigartige Bindung und erleichtern die Regeneration.

Wm-ausbootung des ehemanns: eine bittere erfahrung
Die WM-Ausbootung ihres Ehemanns sorgte für Gesprächsstoff. Pfeiffer zeigt Verständnis für seine Enttäuschung, betont aber auch, dass Hendrik stark genug ist, daraus gestärkt hervorzugehen. „Ich habe gesehen, wie viel er investiert hat und konnte deshalb besonders gut mitfühlen. Aus meiner Sicht ist das nicht fair abgelaufen.“ Die Nominierung eines anderen Athleten wurde als fragwürdig empfunden, doch Hendrik Pfeiffer hat die Situation genutzt, um sich weiter zu motivieren.

Olympia-ambitionen und die nächste herausforderung: der marathon
Der Halbmarathon ist zwar nicht olympisch, aber Pfeiffer hat bereits bewiesen, was in ihr steckt. Sie hat klare Ziele vor Augen: „Im Herbst möchte ich einen Marathon laufen und dort eine Leistung zeigen, die mich näher an Olympia bringt.“ Die Erfolge von Amanal Petros im Marathonlauf zeigen, dass auch für deutsche Athletinnen eine Medaille in Reichweite liegt. „Das ist eine Motivation für alle anderen deutschen Läuferinnen und Läufer.“
Und was die Zukunft bringt? Pfeiffer lächelt: „Je weiter du kommst, desto stärker flacht dieser Effekt ab. Aber da ist noch einiges möglich.“ Mit Leidenschaft, harter Arbeit und der Unterstützung ihres Ehemanns ist sie auf dem besten Weg, ihre Träume zu verwirklichen.
