Peugeot: le-mans-träume zerplatzen – jetzt zählt nur schadensbegrenzung

Die Erwartungen waren groß, die Realität schmerzhaft: Peugeot scheitert bei den 24 Stunden von Le Mans bereits im Qualifying an der eigenen Leistung. Nach einem vielversprechenden zweiten Platz in Spa-Francorchamps und dem Knistern einer Podiumsplatzierung taumeln die Franzosen nun in eine ungewisse Zukunft.

Ein debakel im qualifying – was jetzt anders laufen muss

Ein debakel im qualifying – was jetzt anders laufen muss

Der Rückschlag ist enorm. Während das Schwesterteam von Ferrari bereits mit großem Abstand die Poleposition sicherte, kämpften die Peugeot-Boliden im Qualifying um den Verbleib im Mittelfeld. Die Hoffnungen auf einen Angriff auf die Spitze sind mit diesem Ergebnis geplatzt. Emmanuel Esnault, der neue Teamchef, räumte ein, dass das Rennen anders verlaufen wird als erhofft. „Wir werden kein Rennen erleben, wie wir es uns vorgestellt haben, aber wir müssen widerstandsfähig sein und unser Bestes geben, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.“

Was aber bedeutet „ein gutes Ergebnis“ in dieser Situation? Esnault blieb pragmatisch: „Jedes einzelne Element des Rennens korrekt ausführen, ohne Fehler, und einfach alles geben.“ Die Ausrede, dass die Umstände ungünstig sind, schwingt mit, doch die bittere Wahrheit ist, dass das Auto nicht das Potenzial gezeigt hat, das man ihm zugeschrieben hatte.

Ein Top-Ten-Ergebnis mit beiden Fahrzeugen, so Esnault, würde ihn „glücklich machen“. Das ist ein bescheideneres Ziel als die angestrebte Podiumsposition, aber angesichts der aktuellen Lage ein realistisches. Es bleibt die Frage, ob Peugeot das notwendige Tempo aufbringen kann, um dieses Ziel zu erreichen. Ein entscheidender Faktor ist dabei das Wetter. „Das Wetter wird sich nicht ändern“, erklärte Esnault. „Das ist in Le Mans eher ungewöhnlich, da es meist unvorhersehbar ist. Das bedeutet, dass es keine Positionsverschiebungen durch Unfälle aufgrund von Regen geben wird, keine zusätzlichen Chancen für Fehler.“

Peugeot muss sich also auf ein Rennen der Schadensbegrenzung einstellen. Die Konkurrenz ist scharf, das Auto hat zwar sein Potential bewiesen, aber nur unter optimalen Bedingungen. Die Herausforderung besteht darin, dieses Potential auch unter schwierigen Bedingungen abzurufen. Es bleibt abzuwarten, ob die französischen Ingenieure noch ein Ass im Ärmel haben oder ob der Traum von Le Mans für Peugeot in diesem Jahr schon vorbei ist. Die Uhr läuft – und die Konkurrenz schläft nicht.