Pérez in baku: champions-pflege und negreira-bericht verschoben
Ein Who's Who des europäischen Fußballs beehrt die Puskas Arena – und Florentino Pérez steht im Mittelpunkt. Der umstrittene Kandidat für den erneuten Machtantritt beim weißen Ballett sorgte bei seinem Auftritt in Budapest für Aufsehen, während die Diskussion um den Negreira-Fall auf ungewisse Zeit vertagt wird.
Cazorla als ausnahme unter legenden und funktionären
Die VIP-Bereiche der Arena wimmelten gestern von ehemaligen Weltklassespielern und hochrangigen Funktionären, die sich im Vorfeld des Finales einfanden. Einige Gesichter waren bekannter als andere, doch die Anwesenheit von Florentino Pérez, dem derzeitigen und künftigen Präsidenten von Real Madrid, zog die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Nur Santi Cazorla, dessen Vergangenheit bei Arsenal ihn offenbar zu einer Sonderbehandlung zwang, hatte angeblich Schwierigkeiten, die Sicherheitskontrollen zu passieren.
Pérez ließ es sich nicht nehmen, die Atmosphäre zu genießen und plauderte angeregt mit zahlreichen Fans, die ihn spontan begrüßten. Die Beziehungen zwischen Real Madrid und der UEFA scheinen sich im Vergleich zu früheren Zeiten deutlich verbessert zu haben, was sich in Pérez' Teilnahme an der Veranstaltung widerspiegelt. Ein kurzes Treffen mit Aleksander Ceferin, dem Präsidenten der UEFA, ließ den Kandidaten zudem die Gelegenheit für einen humorvollen Kommentar nutzen: „Ein Finale ohne Real Madrid? Das ist nicht so ungewöhnlich, wir haben ja schließlich schon fünfzehn Champions League Titel gewonnen.“
Doch es gab auch eine Überraschung: Der geplante Bericht über den umstrittenen Negreira-Fall, den Real Madrid seit Monaten vorbereitet, wurde nicht übergeben. Pérez erklärte, dass dies zu einem späteren Zeitpunkt geschehen werde, nachdem die Wahlen entschieden sind und er seine Wiederwahl bestätigt hat – sollte er die Mehrheit der Stimmen erhalten.

Benítez: detailverliebtheit im fußball – ein zweischneidiges schwert
Auch ehemalige Trainer und Funktionäre nutzten die Gelegenheit, sich einen Eindruck von der Atmosphäre zu verschaffen. Rafa Benítez, der aktuell ohne Verein ist, äußerte sich gegenüber MARCA zur Finalpaarung: „Ich sehe den PSG leicht favorisiert, obwohl die Partie sehr ausgeglichen ist. Beide Trainer arbeiten mit großer Intensität und legen Wert auf Details. Wenn es funktioniert, ist das fantastisch. Wenn nicht, wird man schnell zum Gespött – das kenne ich nur zu gut.“
Benítez betonte, dass die Spielphilosophien der beiden Teams sich nicht so stark unterscheiden, da beide auf Ballbesitz und Kontrolle setzen. Er hob zudem die Bedeutung von Spielern wie Saka beim Arsenal und Kvaratskhelia beim PSG hervor, die ihrer Mannschaft entscheidende Impulse verleihen könnten. Die beiden jungen Talente könnten den Unterschied ausmachen.
Florentino Pérez hat seine Reise nach Budapest genutzt, um ein politisches Statement abzugeben und seine Popularität zu demonstrieren. Die Verschiebung des Negreira-Berichts deutet darauf hin, dass er die Wahlen priorisiert und versucht, den Skandal vorübergehend auszublenden. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Taktik aufgeht.
