Perchtold nominiert seinen em-quali-kader: rapid-duo und bayern-verteidiger zurück

Peter Perchtold hat am Dienstag seinen Kader für die U21-EM-Qualifikation gegen Belgien und Belarus nominiert. Die Österreicher treffen am 27. März auswärts auf Belgien, eine Woche später empfangen sie Belarus in Ried. Die Nachricht: Vier Leistungsträger kehren zurück, drei Jungstars feiern ihre Premiere.

Die rückkehrer: rapid-duo und bayern-verteidiger

Dijon Kameri, Nikolaus Wurmbrand, Jakob Schöller und David Heindl waren zuletzt verletzt oder gesperrt. Nun sind sie wieder dabei. Besonders Kameri, der polnische Legionär von KS Cracovia, gilt als Hoffnungsträger. Der 20-Jährige bringt Tempo und Dribbelstärkte, die der Mannschaft in den vergangenen Spielen fehlte.

Die Rückkehr des Bayern-Verteidigers Heindl ist ein klares Signal: Perchtold setzt auf Stabilität. Der 19-Jährige bringt bereits sieben Länderspiele mit, zwei Tore hat er erzielt. Ein Verteidiger mit Tor-Garantie.

Die debütanten: rossdorfer, mandey und markovic

Die debütanten: rossdorfer, mandey und markovic

Fabian Rossdorfer vom SV Ried ist der Überraschungsmann. Der 18-jährige Mittelfeldspieler zeigte in der 2. Liga starke Leistungen. Souleyman Mandey kommt aus der Premier-League-Akademie von West Bromwich Albion. Ein Flügelstürmer mit explosiver Pace.

Die größte Sensation: Vasilije Markovic. Der 17-jährige Wiener war erst vor wenigen Monaten Vize-Weltmeister mit der U17. Nun sprintet er direkt in die U21. Perchtold: „Er hat diese Sprungkraft verdient. Seine Reife ist außergewöhnlich.“

Die auswirkungen: mut statt defensive

Die auswirkungen: mut statt defensive

Perchtold macht keinen Hehl aus seinem Anspruch: „Wir wollen mutig auftreten.“ Nach dem 3:3 gegen Deutschland und dem 2:1 in Israel ist das Selbstvertrauen da. Die Nominierung von vier offensiven Neuzugängen unterstreicht diese Taktik.

Die Zahlen sprechen für sich: In den letzten fünf Quali-Spielen erzielte Österreich 12 Tore. Nur Frankreich und Spanien trafen öfter. Die Defensive hingegen kassierte acht Gegentore. Das ist der Spagat, den Perchtold meistern muss.

Der faktencheck: so steht österreich in der gruppe

Der faktencheck: so steht österreich in der gruppe

Mit neun Punkten aus fünf Spielen liegt Österreich auf Rang drei. Die Spiele gegen Belgien (aktuell Tabellenführer) und Belarus (Letzter) sind richtungsweisend. Ein Sieg in Belgien würde die Qualifikation wieder in eigene Hand legen. Eine Niederlage könnte das Aus bedeuten.

Die letzte Begegnung gegen Belgien endete 1:2. Das war vor einem Jahr in Ried. Diesmal will Perchtold revanchieren. Mit einem Kader, der mehr Offensivpower verspricht als je zuvor in dieser Qualifikation.

Die U21 startet am 20. März ins Trainingslager nach Bad Tatzmannsdorf. Dort wird der finale Feinschliff erfolgen. Perchtold: „Wir haben 18 Tage Zeit, um die letzten Prozent rauszuholen. Das reicht.“

Am 27. März um 20 Uhr in Lüttich geht's los. Dann zeigt sich, ob der mutige Kader-Plan aufgeht. Die Fans in Ried haben bereits 8.000 Tickets für das Belarus-Spiel gekauft. Die U21 ist auf dem Weg zur EM – mit oder ohne Rückfall in alte Defensiv-Muster.